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Der Stadtteil hat gefeiert: Bei abwechslungsreichem Programm voller Musik und Tanz wurde auf dem Zollberg das gute Wetter genossen.

ES-ZollbergFlohmarktstände, Musik und Tanz, ein vielfältiges Speisenangebot und zahlreiche Attraktionen für die Kinder lockten das Publikum am Wochenende zum 26. Zollberg-Bürgerfest. Und bei alledem wurden die Zollberger von der Sonne verwöhnt – „ausnahmsweise“, wie der Vorsitzende des veranstaltenden Zollberg-Fördervereins, Wolfgang Heisler, gut gelaunt feststellte. In den vergangenen Jahren sei das nicht immer selbstverständlich gewesen.

Zum schwungvollen Auftakt führten strahlende Schülerinnen der Eichendorffschule unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Verena Ankele einen Line-Dance vor, gefolgt von einer Trommel- und Rhythmusdarbietung der dritten Klassen. Auch die Zollberg-Realschule war mit von der Partie: Der engagierte Chor der Sechstklässler trug einige Songs vor, dazu wurde auf der Mundharmonika oder dem Kazoo geblasen. „In den Klassen fünf und sechs lernen alle Schülerinnen und Schüler das Mundharmonikaspielen“, erläuterte Musiklehrerin Simone Korell.

Bei der Hocketse im Innenhof der WLB wurde nach Herzenslust geplaudert und schnabuliert. „Das hier ist zwei Tage lang unser Wohnzimmer, und die Küche bleibt kalt“, lachte eine Festbesucherin, die mit der ganzen Familie angerückt war. Für das leibliche Wohl sorgten wieder die Zollberger Vereine und Institutionen. Gegrilltes, Cevapcici und Pommes bot die Fußballabteilung der TSG an, Maultaschen wurden am Stand des Jugendtreffs t1 serviert. Süßes war ebenfalls im Angebot: Kaffee und Kuchen gab es bei der evangelischen Kirche, Waffeln und Obstbecher bei den Katholiken. Diverse Drinks bis hin zum exotischen Erdbeer-Caipirinha mixte derweil der ASB.

Neben einigen Stadträten stattete auch der Bundestagsabgeordnete Markus Grübel den Zollbergern einen Besuch ab. Mit am Promi-Tisch saßen WLB-Intendant Friedrich Schirmer und seine Verwaltungsdirektorin Vera Antes. Man sei sehr froh, das Fest auf dem WLB-Gelände veranstalten zu dürfen, betonte Wolfgang Heisler. „Die Unterstützung durch die WLB ist grandios.“

Immer wieder sei im Gespräch, das Zollberg-Bürgerfest auf dem vor einigen Jahren umgestalteten Zollernplatz stattfinden zu lassen. Dort gebe es indes weder Strom noch Wasser, „und wir müssten einen Wachdienst engagieren“, so der Fördervereinsvorsitzende. Zudem baue die WLB jedes Jahr eine tolle Bühne auf: „Das würde sonst sehr viel Geld kosten.“

Ganz entspannt schlenderten die Festgäste über den Flohmarkt, erstanden Trödel, Kaffeetassen oder Teddys und deckten sich beim Stand der Zollbergbücherei mit Lesestoff ein. Sie habe nicht widerstehen können, lachte eine Besucherin beim Verstauen eines beachtlichen Bücherstapels auf dem Fahrrad-Gepäckträger. Auf die Kinder warteten unterdessen Attraktionen wie das bewährte „Bähnele“ von Alexander Gebhardt oder die Hüpfburg der Johanniter. Die Jugendfarm lud zu Pony-Kutschfahrten ein, und am Stand des Jugendtreffs t1 ließ sich glibberiger „Slime“ herstellen. „Das ist ziemlich cool, aber man muss viel rühren“, verriet die kleine Rafaela. Zur Party am Samstagabend spielte die Gruppe Rockfever, und sie machte ihrem Namen mit bekannten Rock-Hits alle Ehre. Der Sonntag wurde traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst und anschließendem Weißwurstfrühstück eingeläutet. Für Stimmung sorgte der gemeinsame Spielmannszug von TSG und Waiblinger Feuerwehr.

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