Ins K2 Foto:  

Mit Fertigstellung der Hochbauarbeiten auf dem Baufeld K2 biegt die Wiederbelebung des Hengstenbergareals auf die Zielgerade ein. Der Neubau ist die künftige Adresse der Esslinger Wohnungsbau und des neuen Gesundheitszentrums der AOK.

Esslingen - Was vor etwa zehn Jahren mit dem damals umstrittenen Grunderwerb des Hengstenbergareals durch die Esslinger Wohnungsbau GmbH (EWB) und dem Umzug der Volkshochschule in den ehemaligen Verwaltungstrakt des Esslinger Sauerkonservenhersellers begann, biegt jetzt auf die Zielgerade ein: Die Hochbauarbeiten am Büro- und Dienstleistungsgebäude auf dem letzten noch freien Baufeld K2 sind fertiggestellt. Der fünfgeschossige Neubau soll im Mai 2019 nicht nur den neuen Firmensitz der EWB, sondern auch ein neues Gesundheitszentrum der AOK beherbergen, die als Ankermieterin dort einzieht. Auf das für Freitag, 20. März, geplante Richtfest wurde derweil aus gegebenem Anlass verzichtet. Das bereits bestellte Essen „haben wir an den Tagestreff St. Vinzenz gespendet“, berichtet EWB-Geschäftsführer Hagen Schröter.

Der Neubau, in den die EWB inklusive Tiefgarage 15 Millionen Euro investiert, entsteht zwischen der VHS und dem städtebaulich ins Auge fallenden Gebäude des Arbeitgeberverbands Südwestmetall auf einem rund 1200 Quadratmeter großen Grundstück direkt an der Mettinger Straße. Das Ensemble bildet von Osten kommend den architektonischen Kopf des überplanten Hengstenbergareals, für dessen Weiterentwicklung die EWB federführend verantwortlich zeichnete. „Mit dem ‚K2‘ nimmt nun auch das letzte große Teilprojekt dieser Gesamtstrategie sichtbar Gestalt an“, bilanziert Schröter. Auf den ehemalige Produktions- und Verwaltungsflächen der Firma Hengstenberg sind auf 30 000 Quadratmetern moderne Wohn- und Gewerbeflächen geschaffen worden – darunter zwei neue Studentenwohnheime. Allerdings sind nicht alle Nutzungen auf Anhieb auch angenommen worden. Ein Drogeriemarkt hatte im vergangenen Jahr seine Pforten wieder geschlossen, ein Lokal erfüllte offenbar auch nicht die ursprünglichen Erwartungen seines Betreibers.

Geschäftsstelle und Gesundheitszentrum

Dennoch ist es der EWB „in vergleichsweise kurzer Zeit gelungen, entlang der Mettinger Straße eine städtebauliche Neuordnung mit innovativ gestalteten und nachhaltigen Hochbauten einzuleiten“, betont ihr Aufsichtsratsvorsitzender, Oberbürgermeister Jürgen Zieger. Auf zeit- und kostenintensive Erdarbeiten habe man beim „K2“ weitestgehend verzichten können, da der Neubau auf der zentralen Tiefgarage für das Quartier aufsetzt. Hinzu kommt eine abgeschlossene Fahrradeinstellfläche für 92 Fahrräder mit E-Ladestationen. Während die EWB nur wenige Meter weiterzieht und die Büros für ihre rund 50 Mitarbeiter künftig auf einer Gesamtfläche von rund 2600 Quadratmeter im zweiten bis vierten Obergeschoss des Neubaus einrichten wird, erhält die AOK großzügige Flächen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss mit insgesamt rund 1700 Quadratmetern. Mit dem neuen Gesundheitszentrum, das das wesentlich kleinere im Dick ersetzt, „werden wir die Angebote für unsere Versicherten deutlich verbessern“, ist Heike Kallfass, Geschäftsführerin der AOK Neckar-Fils, überzeugt. Dazu gehört eine moderne Küche, in der Versicherte die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung lernen können. Zudem wird ein AOK-Rückenstudio zentraler Bestandteil des neuen Angebots. Auch sei ausreichend Platz für Kursangebote vorhanden. Insgesamt investiert die AOK rund 485 000 Euro in die Ausstattung und den Innenausbau.

Das Energiekonzept des Büro- und Dienstleistungsgebäudes sorgt laut EWB für maximale Effizienz, was unter anderem durch eine mit Neckarwasser gespeiste Wärmepumpe ermöglicht werde. Zudem werden auf dem Gebäudedach Fotovoltaikmodule installiert.

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