So sehr sich die Plochinger im Angriff mühen, an diesem Abend gelingt zu wenig. Foto: Sigor Paesler - Sigor Paesler

In den beiden Derbys des Abends gewinnt die HSG Ostfildern in der Württembergliga überraschend mit 35:29 gegen den TSV Deizisau, in der Landesliga siegt der TSV Köngen mit 31:29 beim TSV Denkendorf.

Von Sigor Paesler

Der Kampf hat gestimmt. Und dadurch hatten die Drittliga-Handballer des TV Plochingen drei Minuten vor dem Spielende sogar die Chance, die Partie kippen zu lassen. Am Ende aber war das 26:29 (11:18) des Aufsteigers gegen den TV Hochdorf verdient. Es war die dritte Niederlage der Plochinger in Folge. Dadurch hat die Mannschaft "den Bonus, den wir hatten, ein bisschen verspielt", wie Trainer Michael Schwöbel sagte. "Es war unser bisher schlechtestes Saisonspiel", erklärte der Coach auch. Der TVP hat jetzt 6:10 Punkte auf dem Konto.

Weil es gleich zu Beginn nicht lief - die Mannschaft vergab sechs der ersten acht Würfe und lag mit 2:7 zurück - kam Neuzugang David Spiler zu mehr Einsatzminuten als geplant. Dem ehemaligen slowenischen Nationalspieler, der erst ein Mal mit der Mannschaft trainiert hatte, fehlte die Bindung zum Spiel, er brachte sich aber gleich mit Engagement und lautstarken Kommandos ein. "Ich kann besser spielen, wir alle können besser spielen", sagte der 36-Jährige und analysierte: "Nur 15 Minuten gut zu spielen, ist nicht genug. Aber die Mannschaft hat Charakter und Potenzial." Nach ständigem, zeitweise scheinbar aussichtslosem Rückstand kam der TVP drei Minuten vor dem Spielende auf 25:26 heran - scheiterte dann aber wieder beim Abschluss und verlor.

Zeitgleich mit dem Spiel der Plochinger gab es im EZ-Land zwei Derbys: In der Württembergliga gelang der HSG Ostfildern mit dem 35:29 (15:13)-Sieg gegen den TSV Deizisau eine Überraschung - sie erfüllte damit Trainer Frank Ziehfreund den Wunsch, der in eigener Halle gerne "gegen einen Großen" gewinnen wollte. Im hart umkämpften Landesliga-Spitzenspiel der zuvor ungeschlagenen Mannschaften gewann der TSV Köngen mit 31:29 (17:12) beim TSV Denkendorf. Die Denkendorfer schafften neun Minuten vor Schluss zwar den Ausgleich zum 25:25, am Ende aber jubelten die Köngener.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: