Timo Durst ist kaum zu stoppen. Der Neuhausener erzielt gegen Pfullingen zehn Treffer. Foto: Rudel - Rudel

Nachdem die MadDogs gegen jeden württembergischen Konkurrenten mindestens ein Mal gewonnen haben, setzen sie sich neue Ziele. Der Neunte will sich von keiner Mannschaft mehr einholen lassen

NeuhausenJungs, wir sind save“, freute sich Hannes Grundler und strahlte über das ganze Gesicht. Die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen hatten sich zuvor klar mit 34:28 (18:15) gegen den VfL Pfullingen durchgesetzt, und Neuhausens Kapitän hatte wie so oft einen entscheidenden Anteil am Erfolg. Aber Lob gab es für das gesamte Team. Es war eine starke Mannschaft, die die Pfullinger im Griff hatte und keine Nerven zeigte.

Die MadDogs spielen damit auch in der kommenden Saison in der 3. Liga. Fünf Spieltage vor dem Saisonende hat sich das Team den Klassenverbleib gesichert und zehn Punkte mehr als der Drittletzte TV Neuhausen/Erms. Den direkten Vergleich mit dem Namensvetter haben die Filder-Handballer für sich entschieden (26:24, 32:30). „Wir wollen uns in der 3. Liga etablieren. Es gibt nichts Schöneres, als den Klassenverbleib früh zu sichern und im Derby zu gewinnen. Da kann jeder zufrieden sein“, sagte Grundler und ergänzte: „Das war ein emotionaler Auftritt.“ Der Kapitän lobte vor allem Mittelmann Timo Durst, Kreisläufer Leon Pabst und Torhüter Nicolas Gross.

Auch in den vergangenen beiden Spielen hatten die Neuhausener auch gute Leistungen gezeigt, sich aber nicht mit einem Sieg belohnt: 30:30 gegen die TGS Pforzheim und 27:29 beim TSB Heilbronn-Horkheim. „Wir haben uns vor der Partie sehr viel vorgenommen und wollten die Punkte dieses Mal unbedingt holen. In den vergangenen Spielen haben wir auch überzeugt, aber die Punkte haben gefehlt“, betonte Durst.

Die Neuhausener überzeugten mit ihrem Angriffsspiel und lagen dank schneller Tore bereits in der 19. Minute mit fünf Treffern vorne (13:8). Zwar hatte die Neuhausener Abwehr das Angriffsspiel der Pfullinger nicht immer im Griff, aber eben über weite Strecken. Und auch als der VfL von 22:28 (47.) auf 28:30 (55.) verkürzte, zeigten die Neuhausener keine Nerven, ließen kein Tor mehr zu, und Durst stellte den Sechstorevorsprung wieder her (34:28 /60.). Die Neuhausener ließen nie einen Zweifel daran, dass sie gewinnen wollen und überzeugten mit einer souveränen Körpersprache.

„Das Gesamtpaket hat gestimmt. Wir hatten sehr lange Phasen in der Abwehr, haben schnelle Tore gemacht und im Angriff immer wieder Lösungen gefunden“, freute sich Trainer Ralf Bader. Die 6:0-Abwehr der Pfullinger stand immer wieder sehr kompakt und es boten sich kaum Lücken. Aber dann trafen Durst und Grundler eben aus dem Rückraum.

Nachdem der Klassenverbleib endgültig gesichert ist und die MadDogs gegen jeden württembergischen Konkurrenten mindestens ein Mal gewonnen haben, gibt es neue Ziele. Der Neunte will sich von keiner Mannschaft mehr einholen lassen. So soll vor allem Baders Heimatverein Pfullingen „auch am Saisonende hinter uns stehen“, betonte der Coach. Pfullingen hat nur einen Zähler weniger, aber wenn Neuhausen so weitermacht, stehen die Chancen auf einen einstelligen Tabellenplatz gut.

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