Hat sich Thomas Bach, der Meister des Taktierens, diesmal verkalkuliert? Foto: dpa/Bernd Weißbrod

IOC-Präsident Thomas Bach ebnet russischen und belarussischen Athletinnen und Athleten den Weg zurück in die olympische Familie. Dafür wird er nach Meinung unseres Autors Jochen Klingovsky zurecht kritisiert.

Sebastian Coe zeigte schon als Mittelstreckler große Widerstandsfähigkeit, auch deshalb wurde er 1980 und 1984 Olympiasieger über 1500 Meter. Dieses Durchsetzungsvermögen hat sich der Brite als Funktionär bewahrt. Der von ihm geführte Leichtathletik-Weltverband hat russische Athletinnen und Athleten nach dem staatlich orchestrierten Dopingskandal am härtesten bestraft – viel härter, als es dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) lieb war. Nun kommt World Athletics (WA) den Herren der Ringe erneut in die Quere. Der Leichtathletik-Weltverband hob die Doping-sanktionen zwar jetzt auf, hielt aber an der Sperre gegen russische und belarussische Sportler wegen des Angriffskrieges in der Ukraine fest. Auch das passt dem IOC ganz und gar nicht, wird es allerdings trotzdem nicht aus der Bahn werfen.

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