Rouven Korreik zeigt in Wolfschlugen weiter die Richtung an. Foto: Herbert Rudel - Herbert Rudel

Unterdessen hat Trainer Simon Korreik seinen Vertrag bei den Drittliga-Frauen des TSV Wolfschlugen verlängert. Die Teams des TV Reichenbach treten bei der SG Hofen/Hüttlingen an.

EsslingenDie Weihnachtspause ist jetzt auch für die letzten Handball-Teams der Region vorbei und in einigen Ligen beginnt sich jetzt schon die Spreu vom Weizen zu trennen. Männer-Drittligist TV Plochingen will nach dem schwachen Auftritt beim EZ-Pokal mit einem Sieg ins Pflichtspieljahr starten, ebenso wie der TSV Neuhausen eine Liga drunter nach der Hiobsbotschaft des Ausfalls von Timo Durst und Hannes Grundler. Frauen-Drittligist TSV Wolfschlugen hat derweil mit Trainer Rouven Korreik verlängert, verliert am Ende der Saison aber Kapitänin Nina Vollmer. Eine Besonderheit: Beide Teams des TV Reichenbach treten bei der SG Hofen/Hüttlingen an.

Männer – 3. Liga

„Der Auftritt ging gar nicht, aber das ist abgehakt“, sagt Trainer Michael Schwöbel über das Vorrundenaus des Top-Favoriten TV Plochingen vor zwei Wochen beim EZ-Pokal. Seither hat die Mannschaft laut Schwöbel gut trainiert und der Coach ist guter Dinge, dass es zum Jahres-Pflichtspielauftakt am Samstag (20 Uhr) mit einem Sieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten II klappt. „Wir sind zum ersten Mal in der Saison komplett“, erklärt Schwöbel erleichtert. Kreisläufer Frank Eisenhardt hat seine Entzündung im Bereich der Hüfte auskuriert und steht Schwöbel ebenso wieder zur Verfügung wie Robin Brandner, der nach einem Studienauslandsaufenthalt zurück ist. Die Balinger haben in diesem Jahr bereits gespielt „und werden nach der Niederlage auf Wiedergutmachung aus sein, das macht sie gefährlich“, sagt Schwöbel. An seinem Optimismus ändert das jedoch nichts. Zumal der Gegner einigermaßen einschätzbar ist. Denn die Balinger gehören in der Regel nicht zu den zweiten Mannschaften, die immer wieder Spieler aus dem ersten Team einsetzen – worauf man angesichts der Bundesliga-EM-Pause ja kommen könnte.

Frauen – 3. Liga

Zwölf Spielerinnen des aktuellen Kaders plus Trainer Rouven Korreik, der damit in seine dritte Saison nach seiner Rückkehr geht, haben beim TSV Wolfschlugen bereits für die kommende Saison zugesagt. Die ersten externen Zugänge sollen in Kürze feststehen. Schmerzlich ist dagegen der bevorstehende Abgang von Kapitänin Nina Vollmer, die kürzer treten will. Auch Sara Karwounopoulos und Melanie Kraiser gehen. Tabellarisch ist beim Aufsteiger mit momentan Platz sechs alles im grünen Bereich – am Samstag (19 Uhr) sollten im Spiel gegen den ASV Dachau die nächsten Punkte dazukommen. „Wenn wir konstant unsere Leistung bringen, dann sollte das klappen“, sagt Wolfschlugens Teammanager Simon Vogel, warnt aber: „Auch ein Tabellenletzter kann eine Schwächephase ausnutzen.“ Diese sollte das Team also im Gegensatz zur Niederlage zuletzt gegen den TSV Haunstetten auslassen.

Männer – BW-Oberliga

Nach dem Ausfall der beiden Leistungsträger Timo Durst und Hannes Grundler ist beim TSV Neuhausen alles auf Anfang. „Das ändert alles. Wir müssen uns neu erfinden“, sagt Außenspieler Daniel Roos. Daher liegt der Druck im Spitzenspiel gegen die HSG Konstanz II am Sonntag (17 Uhr) eher bei den drittplatzierten Gästen aus Konstanz als beim Zweiten Neuhausen. „Die Konstanzer sind ein extrem junges Team, sie beherrschen sowohl die 6:0- als auch die 3:2:1-Abwehr sehr gut“, sagt Roos. „Wir werden natürlich alles versuchen und es wäre für uns ein Riesen-Ding, wenn wir das Spiel gewinnen. Aber durch den Ausfall unserer beiden besten Spieler sehen die Konstanzer sicher eine Chance, uns die Punkte zu klauen.“

Männer – Württembergliga

Beim TSV Deizisau läuft’s: EZ-Pokal gewonnen, mit einem hohen Sieg gegen den HV Rot-Weiß Laupheim ins Pflichtspieljahr gestartet. „Den Schwung wollen wir mitnehmen“, sagt Arne Staiger vom TSV-Management natürlich vor dem nächsten Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) gegen die MTG Wangen. Doch Staiger warnt: „Die Wangener haben nur zwei der vergangenen zehn Spiele verloren. Und obwohl sie eigentlich als heimstark gelten, tun sie sich in dieser Saison auswärts fast leichter. Sie verteidigen gut.“ Dennoch stehen die Deizisauer als Vierter fünf Ränge vor dem Konkurrenten, sind damit Favorit und wollen dieser Rolle auch gerecht werden. Hinter dem Einsatz von Kai Liebing (Zerrung) steht ein Fragezeichen.

Für die HSG Ostfildern ist das Spiel am Samstag (18.30 Uhr) beim Tabellenersten TSV Heiningen das, „in das wir mit dem wenigsten Druck reingehen“, wie HSG-Betreuer Matthias Dunz sagt. „In Heiningen hat noch keiner gewonnen. Die Heininger sind eine unfassbar gut eingespielte Mannschaft, das Nonplusultra der Liga. Es ist eine Wucht, was die spielen“, schwärmt Dunz geradezu. „Sie sind auf jeder Position doppelt besetzt, ein Traum-Kader. Ich hätte vor der Saison allerdings nicht gedacht, dass sie so dominierend sein werden.“ Der Elfte aus Ostfildern kann befreit aufspielen und hat im Training auch einiges ausprobiert, was er gegen den TSV testen will. „Es wird Überraschungen geben“, sagt Dunz. Sollte es überraschenderweise auch so sein, dass es nach 50 Minuten Unentschieden steht, „dann werden wir volle Kanone auf Sieg gehen“, verspricht Dunz. „Es wäre umso geiler, wenn wir dort zwei für uns ungeplante Punkte holen.“ Das gäbe dann Auftrieb für das wichtige Spiel am Sonntag, 27. Januar (17 Uhr), zuhause gegen den Letzten TV Altenstadt.

Frauen – Württembergliga

Die HSG Deizisau/Denkendorf tritt am Sonntag (17 Uhr) beim SC Lehr an. In Bezug auf diesen Gegner fällt stets ein Stichwort: „harzfrei.“ HSG-Coach Steffen Irmer-Giffoni will das aber nicht in den Zusammenhang mit den Begriff „Ausrede“ bringen. Ganz im Gegenteil: „Von der Tabellensituation her sollten wir gewinnen – und ich denke, das werden wir auch.“ Deizisau/Denkendorf ist Dritter, Lehr Vorletzter. Allerdings erwartet der Trainer einen kämpferischen Auftritt als zuletzt bei der Niederlage gegen Reichenbach. Derya Beskaya ist privat verhindert.

Die Frauen des TV Reichenbach treten nach dem Erfolg im Spitzenderby in Deizisau am Sonntag (16.10 Uhr) in Aalen-Wasseralfingen bei der SG Hofen/Hüttlingen an – und können anschließend den TVR-Männern zuschauen, die ebenfalls dort auflaufen. Und wie die Männer sind die Reichenbacher Frauen Favorit: Der Zweite gastiert beim Siebten. „Wir wollen nach dem Sieg gegen die HSG natürlich nachlegen“, sagt Reichenbachs Kreisläuferin Maike Kienzlen, warnt aber: „Hofen/Hüttlingen hat zuletzt gegen das Spitzenteam TG Nürtingen II einen Punkt geholt und spielt eine starke, körperbetonte Abwehr.“ Überhaupt erwartet Kienzlen eine sehr intensive Begegnung: „Im Hinspiel gab es neun Zeitstrafen.“

Außenseiter ist hingegen der TSV Köngen, der am Samstag (18 Uhr) als Zehnter beim Achten TSV Urach antritt. Mit einem Sieg jedoch könnten die Köngenerinnen auf einen Punkt an den Konkurrenten herankommen.

Landesliga

Der Tabellenvierte Team Esslingen hat am Samstag (20 Uhr) in der Staffel 2 in der SG Ober-/Unterhausen den Zweiten zu Gast und damit ein hartes Spiel vor der Brust. Während die SG am vergangenen Samstag beim 41:20 gegen den TSV Denkendorf einen starken Eindruck gemacht hat, hofft Team-Spieler Benedikt Frohna, dass die Esslinger die 20:35-Niederlage beim TV Aixheim „aus den Köpfen verdrängt“ haben. „Wir wollen den Anschluss an die drei oberen Plätze halten“, sagt Frohna. Marco Adelt hat aufgrund einer Lungenentzündung Sportverbot.

„Spiele dort sind nie leicht“, sagt Trainer Simon Hablizel vom TSV Köngen vor dem Auftritt am Samstag (20 Uhr) beim VfL Pfullingen II. „Bei den Pfullingern weiß man nie, wer von der ersten Mannschaft aufläuft“. Dennoch: Spitzenreiter Köngen ist beim Achten Favorit. „Diese Rolle nehmen wir auch an“, erklärt Hablizel, der auf Sem Schade (Kreuzbandriss) verzichten muss. Vorsichtig wie immer, aber auch selbstbewusst geht Hablizel die Aufgabe an: „Es wird der Tag kommen, an dem wir wieder verlieren. Aber nicht am Samstag in Pfullingen.“

Torjäger Alexander Stammhammer (Kreuzbandanriss) fehlt noch weitere zwei bis drei Wochen, der Einsatz von Fabian Tonn (Muskelfaseriss) und Fabian Mäntele (Fußprellung) ist sehr fraglich. Nach dem Ausfall der Torhüter Nico Stockburger (Bandscheibenvorfall) und Sascha Bauer (Schulterprobleme) ruht die ganze Last zwischen den Pfosten auf Yannick Becker. Und was sagt Athletiktrainer Alec Farrell vor dem Spiel des Staffel-3-Tabellenführers TV Reichenbach am Sonntag (18 Uhr) bei der SG Hofen/Hüttlingen? „Das wird ein Pflichtsieg.“ Von Jammern also keine Spur. Denn: „Es gilt, wie vergangene Woche und wie in den kommenden Wochen: Gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel müssen wir punkten – und das werden wir auch.“ Becker werde man eben „in Watte packen.“

Bezirksklasse

Nach dem knappen Sieg über den TSV Dettingen II will das Team Esslingen II im Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den TSV Zizishausen II wieder eine bessere Leistung zeigen. „Wir haben uns das Leben, ohne die Leistung des Gegners zu schmälern, selbst schwer gemacht. Die Mannschaft hat aber gezeigt, dass Potenzial und Kampfgeist in ihr steckt. Auf dieser Leistung gilt es aufzubauen und anzuknüpfen“, sagt Trainer Erwin Kreiter. Gegen den Tabellenführer wird das aber schwer. Zizishausen schlug zuletzt knapp die HSG Ostfildern II, die nun am Sonntag (14.45 Uhr) beim TSV Grabenstetten II ran muss. „Es gilt, die Niederlage der vergangenen Woche abzuschütteln und wieder zu sich selbst zu finden“, sagt HSG-Spieler Timo Fritz. „Dass die Mannschaft das kann, hat sie in der ersten Saisonhälfte schon bewiesen. Jetzt kann sie zeigen, dass das auch gegen unangenehme Gegner wie Grabenstetten möglich ist.“

Kreisliga A

Der in der Hinrunde so starke Aufsteiger TSV Deizisau II ist mit einem Unentschieden gegen den TV Reichenbach III ins Jahr gestartet. Nun folgt am Samstag (16 Uhr) eine wohl deutlich schwerere Aufgabe bei der HSG Owen/Lenningen II. Die HSG hat zuletzt etwas den Anschluss verloren, zählt aber nach wie vor zu den Favoriten auf den Aufstieg.

Mit dabei ist auch der TSV Neuhausen II, der mit einem Heimsieg am Sonntag (14.30 Uhr) über den TSV Denkendorf II die Tabellenspitze erklimmen will. „Wir wollen wieder Sicherheit in unser Spiel bringen, aber trotzdem mit viel Druck auf die Abwehr agieren“, sagt Neuhausens Trainer Marco Schwab. „Aus gewohnt guter Abwehr planen wir ein schnelles Spiel nach vorn und wollen so gewinnen.“

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