Sinisa Mitranic beobachtet bald die Spieler der SG. Foto: Archivfoto: Rudel - Archivfoto: Rudel

Nachdem Jochen Masching angekündigt hatte, am Saisonende aufzuhören, hat die SG nun einen Nachfolger gefunden.

EsslingenEinem Novizen als Cheftrainer folgt ein alter Hase: Sinisa Mitranic wird in der kommenden Saison Nachfolger von Jochen Masching als Coach des Handball-Württembergligisten SG Hegensberg/Liebersbronn. „Seine ruhige Art und seine absolute Fokussierung auf das Sportliche“ haben die SG-Macher laut Hegensbergs Abteilungsleiter Michael Hettich überzeugt. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt Mitranic. „Es ist genial, wie sich die Mannschaft in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Jochen Masching hat da einen richtig guten Job gemacht.“ Darauf will er ab Sommer aufbauen „und versuchen, die Mannschaft noch weiterzuentwickeln“.

Masching hatte Hegensberg/Liebersbronn 2015 übernommen, zuvor war er Co-Trainer und Spieler bei seinem Heimatverein TV Reichenbach. Er führte die Berghandballer von der Bezirks- in die Württembergliga, wo sie im Moment in der zweiten Saison nach dem Aufstieg mit 9:23 auf Platz zwölf stehen. Masching möchte mit der SG unbedingt im Abstiegskampf bestehen und sie in der fünfthöchsten Spielklasse übergeben. Mitranic würde das freuen, zugesagt hat er aber unabhängig von der Spielklasse: „Ich drücke den Jungs die Daumen.“

Hettich ist froh, dass die Suche nach einem Nachfolger nun beendet ist, nachdem Masching im Dezember seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte. Nun sollen die Gespräche mit den Spielern vorangetrieben werden, um auch da bald Klarheit zu haben. Zu- oder auch Abgänge gibt es laut Hettich bislang nicht.

Die SG hat zuletzt mit zwei Kandidaten verhandelt und sich nun „gerne und aus Überzeugung“ für Mitranic entschieden, wie Hettich erklärt. Den Kontakt zu dem Trainer, der in Neuhausen wohnt, hatte Aktivenkoordinatorin Natascha Stocker hergestellt. „Unsere Vorstellungen decken sich, nicht mit etablierten und teuren Spielern zu arbeiten, sondern mit eigenen, jungen“, erklärt Hettich. Mitranics jüngste Erfahrung im Nachwuchswuchsbereich wird ihm da helfen. „Es macht mir Spaß zu sehen, wie die Jungen dabei sind und Dinge annehmen“, sagt er.

„Schöner Handball“

Der 50-Jährigen hat schon einige Trainerstationen hinter sich. Im Moment betreut er die B-Jugend der JSG Team Esslingen. Davor war er für das A-Jugend-Bundesligateam des TSV Wolfschlugen verantwortlich und auch kurz beim damaligen Drittligisten TV Neuhausen/Erms tätig, wo er früher schon Trainer der zweiten Mannschaft in der Landesliga war. Bei den Neuhausenern trat er jedoch im Januar 2018 nach nur drei (verlorenen) Spielen zurück. Auch das Frauenteam der HSG Deizisau/Denkendorf hat er schon trainiert.

Während seiner Zeit in Wolfschlugen hat Mitranic vor einem Jahr ein Testspiel gegen die Berghandballer gemacht. „Die spielen einen schönen Handball“, hat er festgestellt. Das soll sich ab dem Sommer unter seiner Ägide nicht ändern.

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