7.3.2019 Bei einem Unfall mit einem Jaguar in Stuttgart gab es in der vergangenen Nacht zwei Tote.

 Foto: SDMG

Nach dem schweren Raserunfall in Stuttgart, bei dem im März zwei Menschen getötet wurden, liegt nun das Gutachten vor. Der Fahrer hatte mehr als Tempo 100 auf dem Tacho.

Stuttgart (dpa/lsw)Zwei Monate nach dem tödlichen Sportwagenunfall in Stuttgart ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen Mordes gegen den Fahrer. «Wir sehen den Anfangsverdacht gegeben», sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag. Zuvor hatten die «Stuttgarter Zeitung» und die «Stuttgarter Nachrichten» darüber berichtet.

Bisher hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen fahrlässiger Tötung ermittelt - aber bereits kurz nach dem Unfall Anfang März erklärt, dass eine Hochstufung auf Totschlag oder sogar Mord möglich sei. Hintergrund der jetzigen Entscheidung ist das Ergebnis eines Gutachtens. Demnach war der 20-jährige Fahrer vermutlich mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometern unterwegs - erlaubt war an der Unfallstelle in der Stadt Tempo 50.

Der junge Mann hatte Anfang März die Kontrolle über sein PS-starkes Mietauto verloren, als er offenbar einem anderen Fahrzeug ausweichen wollte. Anschließend war er in einen Kleinwagen geprallt. Dessen 25-jähriger Fahrer und seine 22 Jahre alte Beifahrerin starben am Unfallort. Der 20-Jährige, der bei dem Unfall unverletzt blieb, befindet sich in Untersuchungshaft.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: