Schulsozialarbeit ist sehr wichtig. Wenn alle gut zusammenarbeiten, kann ein gutes und friedliches Schulklima geschaffen werden. Bereits vor drei Jahren ist an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) in Denkendorf die Stelle für eine Schulsozialarbeiterin geschaffen worden, die der Kreisjugendring Esslingen stellt. Seit 2015 arbeitet Birgit Schmidt an der Schule. Sie kümmert sich um große und kleine „Wehwehchen“ von Schülern, Eltern und Lehrern. Drei Schülerinnen aus der Vorbereitungsklasse von Deutschlehrerin Patrizia Grillo haben sich mit Birgit Schmidt über ihre vielfältigen Aufgaben im schulischen Alltag unterhalten.

Wie lange arbeiten Sie an der ASS?

Schmidt: Ich bin seit Januar 2015 mit 75 Prozent als Schulsozialarbeiterin an der Albert-Schweitzer-Schule sowie an der Ludwig-Uhland-Schule in Denkendorf tätig.

Ist Ihre Arbeit gut?

Schmidt: Die Arbeit als Schulsozialarbeiterin ist sehr abwechslungsreich und spannend, weil immer wieder neue Situationen auftreten. Durch verschiedene Projekte kann ich dazu beitragen, dass die Schule auch als Lebensraum wahrgenommen wird. Dabei macht mir der Kontakt mit den Schülern besonders viel Spaß.

Was machen Sie den ganzen Tag?

Schmidt: Mein Aufgabengebiet ist breit gestreut. Einen großen Teil meiner Arbeitszeit investiere ich in Einzelfallhilfe. Das heißt, dass die Schüler mit Problemen wie zum Beispiel Konflikten mit Mitschülern, Lehrern oder Eltern zu mir kommen können. Ich bin auch Ansprechpartnerin bei Mobbing, Problemen mit Suchtmitteln und vielen weiteren Themen. Bei Bedarf stelle ich Kontakte zu entsprechenden Beratungsstellen her. Gerne können auch Eltern eine Beratung in Anspruch nehmen. Die Beratung bei mir ist absolut vertraulich. Neben der Einzelfallhilfe mache ich auch Angebote zur sozialen Gruppenarbeit. Dies ist eine Methode der Sozialarbeit, die dem Einzelnen ermöglicht, seine sozialen Fähigkeiten wie zum Beispiel die Kooperationsbereitschaft oder Rücksichtnahme zu steigern.

Mit welchen Anliegen kommen die Schüler zu Ihnen?

Schmidt: Wenn Probleme im Freundeskreis, zu Hause oder in der Schule auftreten, kann ich Unterstützung und Beratung anbieten. Die Schüler können jedoch auch jederzeit vorbeischauen, wenn sie einfach von ihrem Schulalltag oder ihrer Freizeit berichten möchten. Die Kinder und Jugendlichen bringen auch oft Wünsche für ihre Klasse, zum Beispiel einen Ausflug in den Kletterwald, gemeinsam nach dem Unterricht kochen oder erlebnispädagogische Tage ein.

Wie sieht eine tolle Schule aus?

Schmidt: Die ideale Schule ist für die Schülerinnen und Schüler ein Raum, in dem sie sich wohl fühlen, in dem ihre Individualität geschätzt und gefördert wird, ein Lebensraum, in dem neben Wissensvermittlung auch Wert auf ein gutes soziales Miteinander gelegt wird.

Wer ist Ihr Chef?

Schmidt: Mein Arbeitgeber ist der Kreisjugendring Esslingen, der an insgesamt 37 Schulen im Landkreis Esslingen Schulsozialarbeit anbietet. Dadurch habe ich den großen Vorteil, viele Kollegen zu haben, mit denen ich mich an regelmäßigen Sitzungen und internen Fortbildungen fachlich austauschen kann. Auch mit dem Team vom Jugendhaus Focus, das ebenfalls unter der Trägerschaft des Kreisjugendrings steht, bin ich eng vernetzt.

Wie alt sind Sie?

Schmidt: Ich bin ein Kind der 70er-Jahre, den Rest müsst Ihr Euch selbst denken …

Arbenita und Fatjona aus dem Kosovo sowie Andrea aus Spanien lernen seit dem Dezember 2015 Deutsch. Die drei Mädchen, die dieses Interview geführt haben, besuchen derzeit die Vorbereitungsklasse der Albert-Schweitzer-Schule in Denkendorf.

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