Bürgermeister Ralf Barth freut sich mit Frank und Tim Westermann sowie Meike Deuschle (v.l.) über die Erweiterungspläne. Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger

Das Denkendorfer Unternehmen Westermann kauft ein Grundstück im Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“ und erweitert sein Firmenareal.

Organisch zu wachsen ist seit langem das Erfolgsrezept der Denkendorfer Firma Westermann. Das Familienunternehmen für Innenausbau und Büromöbel, das 2026 90 Jahre alt wird, expandiert nun ein weiteres Mal und hat dafür von der Gemeinde ein Grundstück im neuen Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“ erworben.

Auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal, das direkt an das bestehende Firmengelände in der Albstraße angrenzt, wird eine neue Fertigungshalle mit einer Grundfläche von rund 1300 Quadratmetern und einem zusätzlichen Gartengeschoss gebaut. Die Firma investiere insgesamt rund 6,1 Millionen Euro. Rund 2,3 Millionen davon entfallen auf den Grundstückskauf, erklärt Meike Deuschle, die gemeinsam mit ihrem Bruder Frank Westermann und seit kurzem auch dessen Sohn Tim die Geschäftsleitung des Familienunternehmens bildet.

Gerade dass mit Tim Westermann die Nachfolge gesichert sei, erlaube einen positiven Blick auf die Zukunft, sagt Meike Deuschle. Denn das nun gekaufte Gelände ist groß genug für eine weitere Expansion. „Wir haben die nächsten Bauabschnitte schon mitgedacht“, so die Geschäftsführerin. Man habe gute Erfahrungen damit gemacht, auf Sicht zu fahren, ergänzt ihr Bruder. „Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht allzu großen Rückenwind bieten, wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir uns nicht immer von außen beeinflussen lassen und unseren eigenen Weg gehen“, betont Frank Westermann.

Das Unternehmen sei in den letzten beiden Jahren erheblich gewachsen, vor allem auch im Bereich Westermann Products, wo seit zehn Jahren innovative Büromöbel und Einrichtungen entworfen und produziert werden, erläutert Meike Deuschle. Inzwischen beschäftige die Firma rund 100 Mitarbeitende, ca. 35 davon in der Fertigung. Zudem werde die Fertigung immer automatisierter, erklärt Frank Westermann. Dafür brauche es mehr Platz. Mit der zusätzlichen Fläche in der neuen Halle könne man die Fertigungsmaschinen optimaler aufstellen. „Wir brauchen den Platz, um wirtschaftlich arbeiten zu können.“

Westermann investiert in Denkendorf, einem 11.000-Einwohner-Ort im Kreis Esslingen (Archivfoto). Foto: Horst Rudel

Die neue Halle werde in Holzbauweise und mit einer lichtdurchlässigen Hülle errichtet, sagt er. Aufs Dach kommt eine Photovoltaik-Anlage. Die Späneheizung, in der schon bisher die hauseigenen Holzabfälle zur Energiegewinnung genutzt werden, soll durch eine Wärmepumpe ergänzt werden. Eine zusätzliche Zufahrt wird den Neubau von der Straße Am Österbach erschließen. „Mit dem neuen Gebäude werden wir am Ortseingang gut sichtbar sein“, sagt Tim Westermann.

Mit dem Bau würde man gerne im Frühjahr loslegen, erklärt Frank Westermann. „Wir warten nur noch auf die Baugenehmigung.“ Nach etwa eineinhalb Jahren Bauzeit soll die neue Halle 2027 bezogen werden.