Probe für den Ernstfall: Die Stadt Esslingen simulierte eine Trinkwasserverunreinigung

 Foto: SDMG

Wie reagiert die Stadt Esslingen im Falle einer Trinkwasserverunreinigung, die mehrere Tausend Bürger betrifft? Der Verwaltungsstab probte mit Stadtwerken und Feuerwehr den Ernstfall.

Esslingen (red) Das Szenario: "Aufgrund einer Trinkwasserverunreinigung mit blauem, übel riechenden Wasser können sich in vielen Bezirken Esslingens rund 45.000 Bürgerinnen und Bürger in 6.000 Gebäuden nicht mehr selbst mit Trinkwasser versorgen". Dieser angenommene Ernstfall war Ausgangspunkt für eine seit längerem geplante Katastrophenübung, die die Stadt Esslingen in der Hauptfeuerwache am Donnerstagvormittag abgehalten hat.

Die Übung gab den Mitgliedern des 2018 gegründeten Verwaltungsstabs, der sich aus ausgewählten Mitarbeitern der Stadtverwaltung zusammensetzt, die Möglichkeit, Kentnisse aus Schulungen nun einmal praktisch anzuwenden. Das Zusammenwirken von Stadtverwaltung, Feuerwehr und Stadtwerken im Ernstfall wurde geprobt.

Während die einen bei der Übung die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sicherstellten, war es die Aufgabe der anderen die Bevölkerung zu informieren und mit Anrufen besorgter Bürger umzugehen. Die Öffentlichkeit sollte in der Übung über die Homepage der Stadt und Social Media-Kanäle informiert werden. Gleichzeitig gab es Handzettel für Eltern, ein Bürgertelefon und man simulierte die Organisation einer Pressekonferenz im Neckar Forum

Geprobt wurde außerdem die Schließung von Bädern, Kitas, Schulen sowie des Weihnachtsmarktes und wie man eine Notbetreuung für die betroffenen Kitas einrichtet.

Für die Mitglieder des Verwaltungsstabs, der nur im Falle von Großschadenslagen zusammentritt, war es das zweite Mal, dass sie an einer Übung dieser Art teilnahmen.

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