In Konstanz trafen sich am Samstag und Sonntag Anhänger der Querdenken-Bewegung, um gegen die Corona-Politik zu demonstrieren. Foto: dpa/Felix Kästle

In Konstanz konzertieren sich am Wochenende die Demonstrationen für und gegen die Corona-Politik. „Querdenken“ mobilisiert am Sonntag erneut Menschen – Ärger gibt es wegen der Maskenpflicht.

Konstanz - Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag in Konstanz ihren Protest gegen die Corona-Politik der Bundesregierung fortgesetzt. Mit Bannern und Plakaten forderten sie auf der Kundgebung der Initiative „Querdenken 753“ die Befreiung von Corona-Maßnahmen.

„Wir sind die Viele - und wir werden immer mehr“, sagte Organisatoren Gerry Mayr auf der Bühne. Er wolle keine „Maskenmenschen“ mehr sehen und bezeichnete die Corona-Maßnahmen als nicht länger tragbar. Befürworter der Maßnahmen hatten zu mehreren Gegendemonstrationen aufgerufen.

Bei der Protestaktion am Sonntag zählte die Polizei bis zum Mittag rund 500 Teilnehmer. Von den Besuchern trug kaum einer eine Maske, der Sicherheitsabstand wurde aber weitgehend eingehalten. Angemeldet waren für den ganzen Tag etwa 4500 Menschen, ein Teil davon sollte am Nachmittag durch die Stadt ziehen.

Querdenken-Initiator Michael Ballweg als Redner erwartet

Die Kundgebung startet mit einem Gottesdienst und Querelen um die Maskenpflicht für Ordner. Einige von ihnen weigerten sich, den von der Stadt Konstanz vorgegebenen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und mussten ausgetauscht werden. Die Polizei wollte Atteste für eine Befreiung von der Maskenpflicht nicht anerkennen.

Neben Redebeiträgen etwa von Geistlichen und Unternehmern stand auch Live-Musik auf dem Programm. „Wir müssen wach werden“, schallte es von der Bühne. Auch „Querdenken“-Initiator Michael Ballweg aus Stuttgart wurde für den Abend als Redner erwartet. Mit einem Feuerwerk soll der Protesttag am Bodensee enden.

Durchgängige Friedenskette war am Samstag nicht geglückt

Am Samstag hatte unter anderem die Initiative „Querdenken“ mit einer sogenannten Friedensmenschenkette laut Polizei etwa 11 000 Menschen um den See herum mobilisiert.

Eine wie geplant durchgängige Menschenkette durch Österreich, Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz sei aber nicht geglückt.

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