Der iranische Präsident Ebrahim Raisi glaubt, dass die Proteste nach dem Tod vom Mahsa Amini aus dem Ausland gesteuert werden. Foto: dpa/Bebeto Matthews

Nach dem Tod von Mahsa Amini reißen die Proteste im Iran nicht ab. Die Demonstranten haben offenbar endgültig ihre Angst vor der Staatsmacht verloren.

Ebrahim Raisi brauchte mehr als eine halbe Stunde, bevor er zur Sache kam. Bei seinem ersten ausführlichen Fernsehauftritt seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in den Händen der Religionspolizei vor zwei Wochen lobte sich der iranische Präsident am Mittwochabend zunächst selbst für seine Wirtschafts- und Außenpolitik. Die Protestwelle seit Aminis Tod erwähnte er zunächst nicht. Der Präsident wollte damit wohl Gelassenheit demonstrieren, doch der Versuch misslang. Raisis Auftritt erinnerte an das Verhalten von DDR-Politikern kurz vor dem Fall der Mauer: Er zeigte unfreiwillig, wie verunsichert das Regime ist. Die Schuld an den Protesten sucht seine Regierung im Ausland – auch in Deutschland.

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