Amanda Gorman (li.), die jüngste Dichterin, die je bei der Vereidigung eines US-Präsidenten vortragen durfte, und Marieke Lucas Rijneveld, die bislang jüngste Gewinnerin des International Booker Prize Foto: AFP, dpa/Drew Angerer, Jeroen Jumelet

Die weiße Autorin Marieke Lucas Rijneveld hätte Amanda Gorman ins Niederländische übertragen sollen. Dann hagelte es Kritik. Nun ist sie zurückgetreten. Was folgt daraus?

Stuttgart - Literarische Übersetzer und Übersetzerinnen sind die Fährleute der Texte. Sie steuern sie von einem sprachlichen Ufer zum anderen, von einem kulturellen Raum zum anderen, immer unterwegs im Dienst des Verstehens. Das Element, auf dem sie dahingleiten, ist das Weltmeer der Sprache, ihr Antrieb die Voraussetzung, dass das Gut, das sie befördern jeden etwas angeht und prinzipiell jeden erreichen kann. Wie absurd wäre es, ausgerechnet diesen universalistischen Posten von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Orientierung abhängig machen zu wollen. Genau das ist gerade in den Niederlanden passiert.

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