Spahn bezeichnete es als wichtig, im Kampf gegen die weitere Corona-Ausbreitung zu einem bundesweit „einheitlichen Verständnis der Lage“ zu kommen. Foto: dpa/Michael Kappeler

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich in der Debatte über einen verschärften Corona-Lockdown für nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ausgesprochen.

Berlin - In der Debatte über einen verschärften Corona-Lockdown hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ausgesprochen. Auf diese Weise sollten abendliche Privatkontakte und damit die Zahl der Neuinfektionen reduziert werden, sagte Spahn am Donnerstag im Hörfunksender WDR 5.

Bundesweit einheitliches Vorgehen

Als weitere Handlungsfelder bei einem bundesweit einheitlichen Vorgehen zur Infektionseindämmung nannte Spahn Kitas und Schulen sowie die Wirtschaft. Es sei „wichtig, in den Schulen sehr konsequent zweimal die Woche mindestens zu testen“. Gleiches gelte am Arbeitsplatz: „Da wo nicht Homeoffice geht, da muss auch mindestens zweimal die Woche ein Testangebot her.“

Spahn bezeichnete es als wichtig, im Kampf gegen die weitere Corona-Ausbreitung zu einem bundesweit „einheitlichen Verständnis der Lage“ zu kommen. „Die Zahlen sind noch immer zu hoch.“ Notwendig seien „einheitliche Maßnahmen für und in allen Bundesländern“. „Das erhält am Ende Akzeptanz.“ Bei sinkenden Infektionszahlen könnten durch vermehrtes Testen auch nach und nach Bereiche des gesellschaftlichen Leben wieder geöffnet werden.

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