Der Verband Region Stuttgart ist für die S-Bahn verantwortlich – und muss sich deshalb mit christlichen Werbebotschaften befassen. Foto: imago/Max Kovalenko

Die Fraktion Linke/Pirat in der Regionalversammlung hat mit ihrem Antrag, künftig auf missionarische Werbung mit Bibelversen in der S-Bahn zu verzichten, Aufsehen erregt. Nun erzielt sie einen Etappensieg: Eine Mehrheit will zumindest darüber diskutieren.

Stuttgart - Die Fraktion Linke/Pirat in der Regionalversammlung hat wegen ihres Antrags zu aus ihrer Sicht missionarischen Werbebotschaften der von der Evangelischen Landeskirche unterstützten Süddeutschen Plakatmission in der S-Bahn Aufsehen erregt. Trotz gegenteiligen Votums der Verwaltung des Verbands Region Stuttgart wird sich nun der regionale Verkehrsausschuss mit dem Antrag ausführlich befassen – das hat eine knappe Mehrheit aus Linke/Pirat, Grünen, SPD und einzelnen Regionalräten von FDP und Freien Wählern bewirkt, die sich dem ablehnenden Votum ihrer Fraktionen und dem der CDU und der AfD nicht anschlossen. Nach Ansicht der Fraktion Linke/Pirat handelt es sich bei den in S-Bahnen plakatierten Bibelsprüchen um „christlich-missionarische Religionswerbung, in der anders- oder nichtgläubige Menschen teils direkt aufgefordert werden, ihre Glaubensgrundsätze zugunsten einer christlichen Weltanschauung aufzugeben“. Dies bedränge andere Menschen und widerspreche der weltanschaulichen Neutralität.

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