Die drei Spuren in jede Richtung der B14 werden auf zwei zurückgebaut. Foto: /Max Kovalenko

Der Abwasserkanal unter der B14 zwischen den Mineralbädern und dem Neckartor wird für mehr als 100 Millionen Euro neu gebaut. Das hat vor allem Auswirkungen auf den Verkehr.

Mit bis zu 70000 Fahrzeugen am Tag gehört die Cannstatter Straße, wie die B14 zwischen dem Neckartor und den Mineralbädern heißt, zu einer der Hauptschlagadern in der Landeshauptstadt. Doch Verkehrsteilnehmer müssen vom 21. November an in diesem Bereich mit Beeinträchtigungen rechnen. Dann beginnen die vorbereitenden Maßnahmen für die Sanierung des Abwasserkanals des Nesenbachs unter der Bundesstraße. Dafür werden die Fahrbahnen verlegt und reduziert. Wo es bisher drei Spuren in jede Richtung gibt, sind es dann noch zwei.

Fahrbahnen auf B14 werden verlegt

Insgesamt mehr als 100 Millionen Euro investiert die Stadt nach eigenen Angaben in die Sanierung des maroden Abwasserkanals auf dem rund 1000 Meter langen Teilabschnitt der B14 zwischen dem Autohaus der Schwabengarage und dem Schwanenplatztunnel. Um das Baufeld freizumachen, wird der Verkehr auf die Seite zum Unteren Schlossgarten verschoben. Schließlich soll der Kanal – mit integriertem Wärmekraftwerk –unter der Fahrbahn in Richtung Bad Cannstatt entstehen. Die vorbereitenden Maßnahmen werden voraussichtlich bis Ende Mai 2026 dauern.


So lange müssen sich Verkehrsteilnehmer vor allem im Berufsverkehr in Geduld üben. Aber nicht nur bis dahin. Der Startschuss für den eigentlichen Bau des Abwasserkanals ist nach einer kurzen Verschnaufpause dann Ende 2026 geplant und soll mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen. Ob und in welchem Umfang zeitgleich auch der Rückbau der B14 in diesem Bereich umgesetzt werden kann, ist noch fraglich. Die Planungen der Stadt sehen dafür eine Öffnung der Schallschutzmauer zum Unteren Schlossgarten vor. Allerdings steht die aus den 1970er Jahren stammende Wand als Teil des Gesamtensembles des Unteren Schlossgartens unter Denkmalschutz.

Wie lange sich die Arbeiten letztlich hinziehen werden, kann also nicht abschließend beantwortet werden. Sicher ist hingegen. dass „es während der Bauzeit zu temporären Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen kann“, warnt die Stadt. Die B14 könnte zur Staufalle werden.