Gerät auch in den eigenen Reihen unter Druck: Recep Tayyip Erdogan. Foto: dpa/Pavel Golovkin

Die einst reformfreudige AKP Präsident Erdogans ist zu einem Hort der Günstlingswirtschaft verkommen. Ihre Religiosität trägt in den Augen vieler Kritiker Züge von Heuchelei.

Istanbul - Schon mit ihrem Namen machte die Partei von Recep Tayyip Erdogan bei ihrer Gründung vor fast 20 Jahren klar, worum es ihr ging: Als „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ trat die AKP an, um Rechtsstaat und Demokratie in der Türkei zu stärken. Damit begann ein Experiment, das wegweisend sein sollte für den politischen Islam. Mit der Verbindung von islamischen Grundwerten und demokratischer Überzeugung wollte die AKP aus der Türkei ein Modell für Europa und den Nahen Osten machen. Heute konstatieren Erdogans Kritiker: Das Experiment ist gescheitert, das Ziel der Gerechtigkeit in weiter Ferne. Die Krise der türkischen Justiz, die sich unter Erdogan zur Handlangerin der Regierung entwickelt hat, ist auch eine Krise des politischen Islam.

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