Jaroslaw Kaczynski, übt kein politisches Amt aus, ist aber der Vorsitzende der PiS-Partei. Foto: dpa/Str

In der Corona-Krise zeigen parteiinterne Herausforderer dem PiS-Chef Kaczynski Grenzen auf.

Warschau - Welch enorme politische Sprengkraft in der Corona-Krise steckt, zeigt sich in Polen. In Warschau brachte der Streit über die Präsidentenwahl, die (noch) für den 10. Mai angesetzt ist, die PiS-Regierung an den Rand des Zusammenbruchs. Zur Erinnerung: Zuletzt liebäugelte PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski noch mit einem Machtausbau nach dem Vorbild des autoritär regierenden ungarischen Premiers Viktor Orbán. Doch Kaczynskis Situation ist weit weniger komfortabel. Er verfügt „nur“ über eine absolute Mehrheit – und nicht über eine Zweidrittelmehrheit – im Parlament. Genau das nutzen im Zeichen der Krise parteiinterne Herausforderer aus: Der eher gemäßigte Wissenschaftsminister Jaroslaw Gowin zeigte Kaczynski seine Grenzen auf, als er ultimativ eine Aussetzung der Präsidentenwahl verlangte.

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