Wirbel um die Austragung der French Open in Paris Foto: AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Die French Open der Tennisprofis beginnen aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine Woche später und gehen damit erst am 30. Mai los. Die Zeit bis Wimbledon wird damit knapp. Was passiert nun mit dem Turnierkalender und dem Event in Stuttgart?

Paris - Die Coronavirus-Pandemie sorgt auch in diesem Jahr für eine Verlegung der French Open und für neue Terminprobleme auf der Tennis-Tour. Statt wie 2020 um mehrere Monate wird das Grand-Slam-Turnier in Paris diesmal um eine Woche nach hinten verschoben und soll nun vom 30. Mai bis zum 13. Juni ausgetragen werden, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Eigentlich war das Turnier vom 23. Mai bis zum 6. Juni terminiert und hatte damit drei Wochen für die ohnehin kurze Rasen-Saison unter anderem mit einem Vorbereitungsturnier in Stuttgart offen gelassen.

Doch das Vorzeigeprodukt des französischen Tennisverbands soll vor der „größtmöglichen Zahl von Fans“ gespielt werden, während gleichzeitig Gesundheit und Sicherheit gewährleistet werden sollen. Jede Woche sei dafür wichtig und könne einen Unterschied ausmachen.

Die Folge: Nach aktuellem Stand führt die Verlegung zu Terminkollisionen mit dem bisher geplanten Start der Rasen-Saison. Am 7. Juni sollten unter anderem die Turniere in Stuttgart, Nottingham und in ’s-Hertogenbosch beginnen.

Was wird aus der Rasen-Saison 2021?

„Um weitere Auswirkungen auf den Rest des Kalenders zu vermeiden, wird die Rasen-Saison 2021 um eine Woche verkürzt“, teilten die Wimbledon-Organisatoren mit. Nur zwei Wochen nach den nun auf den 12. und 13. Juni verlegten French-Open-Endspielen soll Wimbledon wie geplant am 28. Juni beginnen.

Im vergangenen Jahr war das Grand-Slam-Turnier auf den Londoner Rasenplätzen erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgefallen. Die Sieger der French Open – Iga Swiatek, Rafael Nadal und das Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies – waren erst Mitte Oktober gekürt worden. 2020 hatte der französische Tennisverband die Verlegung zunächst im Alleingang durchgezogen und für Kritik gesorgt.

„Um die Herausforderungen der Pandemie zu meistern, hat man im Tennis in den vergangenen zwölf Monaten einen flexiblen Zugang zum Spielkalender haben müssen, und das ist weiterhin der Fall“, heißt es diesmal in einer Stellungnahme der Profiorganisationen ATP und WTA. Mit den betroffenen Turnieren werde daran gearbeitet, den Kalender zu optimieren. Lösungen sollen „zu gegebener Zeit“ bekannt werden.

Die Verschiebung ist keine Überraschung

Auch die anderen Grand-Slam-Turniere unterstützen die Verschiebung. Man werde für die Grand Slams alles Mögliche tun, damit diese erfolgreich ausgetragen werden können, sagte der Direktor des Grand-Slam-Boards, Ugo Valensi.

Überraschend kam die Verschiebung nicht mehr. Bereits in der vergangenen Woche hatte die französische Sportministerin Roxana Maracineanu Überlegungen dazu bestätigt. In ganz Frankreich sind seit vergangenem Wochenende für mindestens vier Wochen strengere Corona-Maßnahmen in Kraft, in Paris galten sie zum Großteil bereits zuvor. Zu Beginn des Jahres waren auch die Australian Open als erstes Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison nach hinten verschoben worden.

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