Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht – Bußgelder verhängt die Stadt. Foto: Lichtgut/Kovalenko

Die nachlassende Disziplin vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln kann bis zu 250 Euro kosten. Die Stadt prüft Anzeigen der Polizei, die bei den nun verstärkten Kontrollen reinkommen.

Stuttgart - Die Alltagsmasken sind für viele Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch manche lehnen sie nach wie vor ab. Das kann die Verweigerer teuer zu stehen kommen: 100 bis 250 Euro Bußgeld werden dann fällig. Die Stadt hat bisher 151 Bußgelder verhängt, sagt ein Pressesprecher auf Anfrage.

Die Bußgeldstelle prüft die angezeigten Fälle

Die Anzeigen werden zentral bei der Stadt bearbeitet, die Anzeigen kommen von der Polizei oder von den Kontrolleuren in den Bahnen. Die Bußgeldstelle kontrolliert den Vorgang dann und entscheidet, ob der Fall mit einem Bußgeld geahndet wird.

Die Polizei hat bei ihren Kontrollen in den Bussen und Bahnen sowie an den Haltestellen eine klare Linie: Wer grundsätzlich eine Maske dabeihat, aber diese gerade noch aufzieht, wenn man ihn daran erinnert, oder eine verrutschte Maske hochzieht, wird nicht angezeigt. Fährt jemand jedoch mit gänzlich unbedeckter Mund-Nasen-Partie mit oder wird so beim Aussteigen erwischt, greifen die Beamten zum Anzeigenblock und nehmen den Fall auf.

Die Disziplin hat laut der Polizei nachgelassen

Bei einer großen Kontrolle am Montag waren es 53 Personen, die wegen der Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld rechnen müssen. Es war die erste Großkontrolle dieser Art in Stuttgart. „Die Disziplin hat mit den sinkenden Zahlen etwas nachgelassen, weil aber die Gefahr der Infektion immer noch besteht, ist das Maskentragen weiterhin wichtig. Darum wird jetzt kontrolliert“, erläutert ein Sprecher der Stuttgarter Polizei.

Einzelne Kontrollen hat die Polizei vor dieser vom Innenministerium für alle Dienststellen im Land vorgegebenen Aktion auch schon vorgenommen. Bei einer kleineren Kontrolle am 1. September im Stuttgarter Westen und Süden waren sieben Personen ohne Mundschutz, vier mussten ihren zurechtrücken.

Deutlich mehr Ermahnungen musste die Polizei am Rande der letzten großen Demo der Corona-Maßnahmen-Kritiker im August aussprechen. Da bekannt ist, dass in den Reihen der Kritiker die Maskenpflicht angezweifelt oder abgelehnt wird, postierten sich Beamte an den Zugängen zu den Haltestellen nahe dem Versammlungsort. Dabei konnte man beobachten, dass viele Demoteilnehmer hartnäckig diskutierten und versuchten, an den Beamten vorbei ohne Maske zur Bahn zu kommen.

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