Unsere Deutschlandkarte zeigt, wo sich die Corona-Infiziertenzahlen wie schnell verdoppeln. Foto:  

Unsere Deutschlandkarte zeigt die aktuellen Verdopplungszahlen der Corona-Infizierten. Deutschlandweit sind seit Freitagmorgen mehr als 1000 Todesopfer gemeldet.

Stuttgart - Das Coronavirus hat Deutschland im Griff – und Deutschland wehrt sich, unter anderem mit einem weitreichenden Kontaktverbot. Das soll die Zahl der Neuinfektionen senken. Seit mehr als zwei Wochen bleiben die Menschen in Deutschland überwiegend daheim. Nützt’s was?

Die Frage beantwortet unsere Corona-Deutschlandkarte. Sie visualisiert die Zunahme der Infiziertenzahlen in der vergangenen Woche. Dafür werden die aktuell vom Robert-Koch-Institut gemeldeten Zahlen mit denen von vor einer Woche verglichen. Daraus lässt sich die aktuell vieldiskutierte Verdopplungsgeschwindigkeit der Infiziertenzahlen errechnen: Wie lange würde die Verdopplung dauern, wenn die Zahlen so schnell steigen wie in der vergangenen Woche?

Die Karte zeigt, dass die Zahlen in Baden-Württemberg und insbesondere Bayern schneller zugenommen haben als in den meisten anderen Ländern:

Die schlimmste Folge einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist der Tod. Seit Freitagmorgen sind mehr als 1000 Verstorbene in Deutschland gemeldet. Der Anteil der an Covid-19 Verstorbenen ist in Baden-Württemberg weiterhin besonders hoch – und am zweithöchsten in Bayern:

Auch bei der Entwicklung der Infiziertenzahlen liegen Bayern und Baden-Württemberg nahe beisammen. Gemeinsam mit Hamburg steigen hier die Zahlen seit Beginn der Coronakrise stärker an als im Rest der Republik. Von 100 000 Einwohnern sind im Land jetzt rechnerisch 145 infiziert – deutschlandweit liegt der Wert bei knapp 100.

Am Montag hat sich das baden-württembergische Sozialministerium zur Entwicklung im Land geäußert. Hier geht es zu den detaillierten, täglich aktualisierten Werten aus Baden-Württemberg

Wir vergleichen an dieser Stelle die Werte des Robert-Koch-Instituts, obwohl diese erst mit etwas Verzögerung dort eintreffen. Gerade zum Vergleich über den Zeitverlauf sind diese Werte geeignet – zumindest wenn man annimmt, dass die Lieferverzögerung aus allen Ländern in etwa gleich ist und auch die Testdichte mittlerweile ähnlich hoch ist.

Wir aktualisieren diesen Beitrag regelmäßig, aktueller Stand: Freitag, 3. April.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: