Das Statistische Landesamt hat die Zahlen am Montag verkündet. (Archivbild) Foto: STZN/Kathrin Wesely

Laut dem Statistischen Landesamt sind die Schulden der Kommunen aufgrund der Corona-Pandemie stark angestiegen. Insgesamt lägen die Verpflichtungen bei über 6 Milliarden Euro.

Stuttgart - Die kommunalen Schulden in Baden-Württemberg sind infolge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 kräftig angestiegen. Die finanziellen Verpflichtungen bei den Banken kletterten bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden zum Ende des vergangenen Jahres um 7,6 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart mitteilte. Je Einwohner beliefen sich die Schulden der kommunalen Kernhaushalte Ende 2020 somit auf durchschnittlich 568 Euro.

Keine Wertpapierschulden

Die Gemeinden und Gemeindeverbände waren beim nicht-öffentlichen Bereich ausschließlich mit Krediten sowie Kassenkrediten verschuldet. Wertpapierschulden bestanden nicht. Die Kassenkredite - sie dienen zur Liquiditätssicherung - spielten anders als in anderen Bundesländern weiterhin eine untergeordnete Rolle. Sie beliefen sich auf etwa 337 Millionen Euro und machten somit einen Anteil von lediglich 5,3 Prozent an den Schulden aus.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: