Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ergreifen auch die Supermärkte in Deutschland allerhand Maßnahmen (Symbolbild). Foto: dpa/Jens Kalaene

Abstand halten lautet die Devise in Corona-Zeiten, das gilt auch für Supermärkte. Ein Kunde in Pforzheim will der Bitte einer Kassiererin nicht nachkommen – und rastet komplett aus.

Pforzheim - Weil eine Kassiererin ihn zur Einhaltung des wegen der Corona-Pandemie geltenden Mindestabstands aufforderte, hat ein Mann in einem Pforzheimer Lebensmittelgeschäft randaliert. Die 32-jährige Verkäuferin bat den 60-Jährigen und einen jüngeren Verwandten auf Distanz zu gehen, um das Ansteckungsrisiko für Kunden und Mitarbeiter zu minimieren.

Wie die Polizei mitteilte, schrie der 60-Jährige lautstark bei dem Vorfall am Dienstagvormittag, wurde aggressiv und weigerte sich, den Laden zu verlassen. Ein 21-jähriger Security-Mitarbeiter wollte die Situation klären. Da der 60-Jährige weiterhin aggressiv und uneinsichtig war, wurde er aufgefordert, das Geschäft zu verlassen. Während der Verwandte in der Zwischenzeit den Laden verließ, blieb der 60-Jährige einfach stehen.

Der unbelehrbare Kunde versuchte, den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit der Faust zu schlagen. Der Security-Mitarbeiter setzte sich zur Wehr, weshalb der 60-Jährige im Gesicht leicht verletzt wurde. Nach dem Gerangel mit dem Sicherheitsdienst ermittelt die Polizei nun wegen Körperverletzung gegen den Kunden.

Die Corona-Maßnahmen der Supermärkte

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ergreifen auch die Supermärkte in Deutschland allerhand Maßnahmen: Abstandsmarkierungen am Boden, „Spuckschutz“ an den Kassen, mehr bargeldloses Bezahlen sowie Desinfektionsmittel und Handschuhe für Mitarbeiter. So werden zum Schutz der Kassierer und Kassiererinnen in vielen Filialen von Aldi, Lidl, Netto, Rewe und Penny derzeit Plexiglasscheiben an den Kassen installiert.

Zum Schutz der Kunden lassen die Ketten im Kassenbereich vieler Filialen zudem Fußbodenmarkierungen verkleben, bei den Netto-Marken-Discount-Filialen einer Sprecherin zufolge beispielsweise im Abstand von zwei Metern. Ähnliche Hinweise werden in Aldi- und Lidl-Filialen angebracht. Den Kunden wird außerdem empfohlen, möglichst ohne Bargeld zu bezahlen, sondern stattdessen mit Karte - damit es wenig direkten Kontakt zwischen Menschen gibt.

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