In den immensen Lastwagenstau in Südenglang ist Bewegung gekommen. Foto: AP/Steve Parsons

Nach Tagen des Stillstands löst sich der Lastwagenstau in Dover allmählich auf. Die Betreiber des Hafens und des Eurotunnels sehen bereits ein baldiges Ende der chaotischen Zustände.

Dover - Nach der Wiederaufnahme des Reise- und Frachtverkehrs zwischen Großbritannien und Frankreich löst sich der Stau rund um Dover allmählich auf. Seit Mittwoch konnten mehr als 4500 Lkw die südenglische Hafenstadt in Richtung Frankreich verlassen, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Von mehr als 10.000 Corona-Tests bei den Lkw-Fahrern seien 24 positiv ausgefallen.

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Um die von Frankreich vorgeschriebenen Coronatests zu beschleunigen, entsandte das britische Verteidigungsministerium weitere 800 Armeeangehörige, nachdem zuvor bereits 300 Mitarbeiter mobilisiert worden waren. Die Soldaten sollen auch bei der Verteilung von Wasser und Lebensmitteln an die zum Teil seit Tagen in der Gegend um Dover feststeckenden Lkw-Fahrer helfen.

Bis zu 10.000 Fernfahrer gestrandet

Insgesamt waren bis zu 10.000 Fernfahrer gestrandet, nachdem Frankreich am Sonntag strikte Reise- und Verkehrsbeschränkungen verhängt hatte, weil in England eine neue, möglicherweise ansteckendere Variante des Coronavirus aufgetaucht war. 

Nach einer Verständigung zwischen Paris und London war der Fähr- und Eisenbahnverkehr dann am Mittwoch langsam wieder angelaufen. Fahrer müssen aber in der Regel einen negativen Corona-Test nachweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. 

Betreiber erwarten Stauende bis Samstag

„Gestern hatten wir tausend Lastwagen, die von Dover herüberkamen“, sagte der Chef des Hafenbetreibers im nordfranzösischen Calais, Benoît Rochet, am Freitag. Am ersten Weihnachtsfeiertag seien es bis 18 Uhr (MEZ) 1400 Lastwagen aus Großbritannien gewesen. Wenn dieses Tempo so anhalte, werde sich der Stau bis Samstag auflösen. 

Der Betreiber des Eurotunnels, Getlink, teilte mit, bis Freitag 17.00 Uhr (MEZ) hätten mehr als tausend Lastwagen den Tunnel in beiden Richtungen passiert, zwei Drittel davon seien von England nach Frankreich gefahren. 

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