Die üblicherweise bei Operationen genutzten Tücher säßen nicht so fest wie Schutzmasken. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Die Kassenärztlichen Vereinigung prangert an: Es seien 50 000 Schutzmasken für niedergelassene Ärzte im Südwesten zugesagt worden, gekommen seien aber nur Mundtücher und davon viel weniger als 50 000.

Stuttgart - Der Bund hat Baden-Württemberg laut der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Mundtücher statt der versprochenen Schutzmasken geliefert. Es seien 50 000 Schutzmasken für niedergelassene Ärzte zugesagt worden, gekommen seien aber nur Mundtücher und davon viel weniger als 50 000, wie KV-Sprecher Kai Sonntag am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

„Die Mundtücher lösen unser Problem nicht.“ Die üblicherweise bei Operationen genutzten Tücher säßen nicht so fest wie Schutzmasken. Die KV habe aber auf dem freien Markt Masken erworben, die zunächst an Augen-, Hals-Nasen-Ohren-, Kinder-, Lungen- und Hausärzte verteilt würden. Damit seien die Engpässe aber nicht beseitigt. „Wir haben landesweiten Mangel an Schutzausrüstung“, hatte Sonntag der „Heilbronner Stimme“ und dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstag) gesagt.

Die Kassenärztliche Vereinigung vertritt in Baden-Württemberg unter anderem die Interessen von über 17 000 niedergelassenen Ärzten.

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