Die Wirtschaft hofft auf weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Foto: Pixabay

In Deutschland soll es in kleinen Schritten wieder zurück in Richtung Normalität gehen. Ein Ende der Pandemie ist noch lange nicht absehbar. Dennoch steht schon jetzt fest: Die Schäden für die Wirtschaft sind riesig.

In Deutschland soll es laut Einschätzung der Politik mit kleinen Schritten wieder zurück in den Alltag gehen. In der vergangenen Woche verkündete die Politik erste Lockerungen der bisher geltenden Corona-Beschränkungen. Diese Schritte sind klein und mit Bedacht gewählt, um die erzielten Erfolge bei der Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus nicht wieder in Gefahr zu bringen. Aufgrund des bisherigen Lockdowns und der andauernden Maßnahmen dürften die Schäden und Folgen für die nationale Wirtschaft riesig sein. Außerdem scheint eine Rezession in Deutschland und auch weltweit betrachtet unvermeidbar zu sein. In dieser Situation macht sich nicht nur die Wirtschaft sorgen, sondern auch Privatleute machen sich Gedanken. Trotz aller Probleme kann man aber auch in der aktuellen Situation mit Trading erfolgreich sein

Unterschiedliche Reaktionen auf die beschlossenen Lockerungen 

Am vergangenen Mittwoch einigten sich die Bundesregierung und die Länder gemeinsam auf erste Lockerungen nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie vor einigen Wochen. Diese Lockerungen führen dazu, dass jetzt wieder einige Geschäfte öffnen dürfen, wenn die Einhaltung von vorgegebenen Hygienemaßnahmen gewährleistet werden kann. Insgesamt wurden diese Maßnahmen von einem Großteil der Bevölkerung begrüßt. Allerdings gab es trotzdem einige kritische Äußerungen - vor allem aus der Wirtschaft. Kritik gab es zum Beispiel an der festgelegten Ladengröße. Hier hat die Politik entschieden, dass vorerst nur Geschäfte ihre Pforten öffnen dürfen, die eine Ladengröße von maximal 800 Quadratmetern nicht überschreiten. Die gemachte Vorgabe halten gleich mehrere Handelsverbände für willkürlich und befürchten als Folge Rechtsunsicherheit und Wettbewerbsverzerrungen. Diese Verbände sind der Meinung, dass auch größere Geschäfte bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln die Möglichkeit zur Öffnung haben sollten. Die Politik verteidigt diese Maßnahmen gegen die aufkommende Kritik.

Überhaupt nicht zufrieden mit den beschlossenen Lockerungen ist logischerweise das Gastgewerbe. Denn Hotels, Restaurants, Cafés und Bars müssen weiterhin geschlossen bleiben. Das ist besonders erschreckend für die Betreiber, weil auch ein Ende dieser Beschränkungen wohl in den kommenden Wochen nicht unbedingt zu erwarten ist. Die jeweiligen Verbände fordern aus diesem Grund dringend zusätzliche Hilfsprogramme in Form von Rettungsfonds und Entschädigungsfonds, um zum Beispiel die betroffenen Hotels und Gaststätten vor der Pleite durch die Corona-Krise zu retten. 

Die Weltwirtschaft ist weiter auf Talfahrt

An den kürzlich bekannt gegebenen amerikanischen Konjunkturdaten lässt sich ganz leicht erkennen, wie schlimm es aktuell für die Weltwirtschaft aussieht. So fielen die Einzelhandelsumsätze im März im Vergleich zum Vormonat um erschreckende 8,7 Prozent, was dem stärksten Rückgang der Geschichte entspricht. Bei Autos, Textilien und Möbeln gab es teilweise sogar einen Umsatzrückgang von rund 50 Prozent. Freuen konnte sich auf der anderen Seite die Lebensmittelbranche, die eine Steigerung des Umsatzes um satte 25 Prozent verzeichnete. Die schwache Nachfrage und der eingebrochene Konsum wirken sich auch auf das verarbeitende Gewerbe negativ aus. Das bedeutete etwa für die amerikanische Industrieproduktion einen Rückgang von 5,4 Prozent im Monat März. Das entspricht dem stärksten Rückgang in diesem Bereich seit dem Jahr 1946. Diese massiven Probleme für die Wirtschaft führen in den USA unter anderem zu einem enormen Anstieg bei der Arbeitslosigkeit. Im jüngsten Konjunkturausblick wies der Internationale Währungsfonds erneut auf die ernste Situation hin. Die Experten des IWF erwarten für dieses Jahr einen Rückgang der Weltwirtschaft um etwa drei Prozent. Das ist ein extremer Wert, wenn man sich vor Augen hält, dass es während der letzten Finanzkrise nur einen Rückgang von rund 0,1 Prozent gab. 

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