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Dass im Fußball nicht immer alles perfekt läuft, musste die im Sommer neu zusammengestellte Mannschaft des VfB im Spiel bei Borussia Mönchengladbach einmal mehr feststellen. Bei der heimstärksten Mannschaft der Liga ging der Aufsteiger der Vorsaison mit 3:0 unter (zum Spielbericht). Da wundert es angesichts zahlreicher Verletzter, einer Gelb-Roten-Karte aus dem letzten Spiel und der Durststrecke des etatmäßigen Stürmers Mario Gomez nicht, dass sich erste Sorgen vor dem Spiel gegen die erstarkte Hertha BSC aus Berlin breit machen.

Mut macht den Schwaben jetzt aber ein alter Bekannter, der schon einmal bewiesen hat, dass man aus schwierigen Situationen mit ausreichend Kampfgeist, einem gezielten Neuanfang und harter Arbeit eine Menge Positives machen kann: Christoph Daum. Der Trainer der frühen Neunziger des letzten Jahrhunderts in Stuttgart hatte den VfB damals auf dem 15. Tabellenplatz in akuter Abstiegsgefahr übernommen - das war 1990. 1992 feierte er mit der Mannschaft um Guido Buchwald und Co. die Deutsche Meisterschaft. Soweit die Geschichte.

Heute ist es eben dieser Christoph Daum, der fest daran glaubt, dass der VfB Stuttgart auch aus der aktuellen Krise wieder gestärkt hervorgehen kann. Eine Notwendigkeit sieht er dafür allerdings. „Das Leistungsprinzip muss wieder klar in den Vordergrund gestellt werden.“ Immerhin geht eine erfolgreiche Saison nur, wenn alle an einem Strang ziehen und jeder das Beste aus sich heraus holt. Außerdem müssen die Leistungsträger in guter Verfassung sein und ihre Leistungen auch kontinuierlich abrufen können. Das bringt Daum zu einem aktuellen Problemkind im Stuttgarter Kader – Mario Gomez. Das der Stürmer einer der Besten seiner Zunft ist, hat er in der Vergangenheit oft eindrucksvoll bewiesen. Das er genau diesen Beweis aber schuldig bleibt, ist, wenn man dem Altmeister glauben mag, kein Beinbruch. Viel mehr gehört das Auslassen von hochkarätigen Chancen bei einem Topstürmer immer ein Stück weit mit dazu.

Eine Aussage die man unterstreichen kann, wenn man sich beispielsweise die aktuelle Statistik von Mario Gomez etwas genauer ansieht. Aus 30 Torschüssen wurden hier bislang 3 Tore – nur jeder zehnte Schuss zappelte im Netz. Ein wert der auf jeden Fall ausbaufähig ist. Wer den Stürmer kennt weiß aber auch, dass Gomez für seinen Verein und den Fußball brennt und alles daran setzen wird, es seinen Kritikern in dieser Saison einmal mehr zu beweisen.

Glaubt man allerdings den Buchmachern, ist der Weg des VfB Stuttgart heraus aus der Krise noch lange nicht so klar vorgezeichnet, wie Christoph Daum es sieht. Das zeigt allerdings auch, dass man in der Welt der Sportwetten den VfB Stuttgart noch lange nicht abgeschrieben hat. Auch wenn die Meisterschaft in diesem Jahr eine echte Sensation wäre (Quote auf Wetten aktuell bei 3001, laut 888Sport) - im Vergleich zum Borussia Dortmund (bei dem die Sieger-Quote bei lediglich 1.65 liegt) ist diese Entscheidung nahezu unerreichbar. Selbst ein Platz unter den Top Ten (Quote von immerhin noch 12) trauen dem VfB die wenigsten zu.

Schaut man sich den Abstand zwischen dem 9. Platz und dem VfB Stuttgart aber einmal genauer an, stellt man fest, dass hier gerade einmal 8 Punkte dazwischen liegen.

Ein paar konstant gute Ergebnisse und die Tabellenkonstellation in der unteren Hälfte kann sich schnell komplett verschoben haben. Vielleicht eine schöne Möglichkeit für den einen oder anderen VfB-Fan eine spannende und am Ende womöglich lukrative kleine Wette abzuschließen. Ein wiedererstarkter Mario Gomez wäre hier für einen positiven Ausgang auf jeden Fall schon einmal eine große Hilfe.

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