Neben Christian Ahlmann mit Dominator haben sich 39 Paare - darunter elf aus Deutschland - für den Großen Preis qualifiziert. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Im Tennis ist es Wimbledon, im Golf ist es Augusta - und im Springreiten ist es Aachen. Ein Sieg im Großen Preis beim CHIO ist für jeden Reiter das Sehnsuchtsziel. Neben Prestige winkt Geld.

Aachen - Auch ohne die Millionen-Prämie gehört ein Sieg im Großen Preis von Aachen beim CHIO zum Must-Have in einer erfolgreichen Karriere eines Top-Springreiters.

"Einmal hier zu gewinnen, ist etwas, was du in deinem Leben erreichen möchtest. Es ist etwas sehr, sehr Spezielles. Das gilt nicht nur für mich, sondern für alle Reiter", sagte Christian Ahlmann. Der 47-Jährige aus Marl durfte den Triumph in dem Reitstadion in der Soers mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Menschen schon einmal erleben: 2014 gewann er auf Codex One.

Ahlman einer der Favoriten

Heute (14.30 Uhr) versucht es Ahlmann mit Dominator in dem mit 1,5 Millionen Euro dotierten Springen. Mit dem Sieg auf seinem Zweitpferd Solid Gold im Allianz-Preis konnte er sich gestern schon einmal passend einstimmen. "Für mich ist es der Tag der Tage im Jahr", meinte er.

Bei der Corona-Ausgabe im September 2021 verewigte sich Daniel Deußer mit seinem Erfolg auf Killer Queen auf der berühmten Siegertafel auf dem CHIO-Gelände. Auch bei der diesjährigen Ausgabe ist der in Belgien lebende Hesse mit der Stute dabei.

Deußer kann ebenso wie der Schweizer Martin Fuchs bei einem Erfolg außer auf die Siegprämie von 500.000 Euro mit einem weiteren Zugeld rechnen. Der Große Preis von Aachen gehört zur Grand-Slam-Serie. Zu der zählen noch die Großen Preise im kanadischen Spruce Meadows, im niederländischen s'Hertogenbosch und in Genf.

Den Reiterinnen und Reitern winken bei einem Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier Boni von bis zu einer Million Euro, sollten sie zuvor bei einem oder mehreren der drei anderen Springen erfolgreich gewesen sein. Deußer hatte im März mit Tobago in s'Hertogenbosch gewonnen, der Fuchs siegte im Dezember in Genf.

Insgesamt haben sich 40 Paare - darunter zwölf aus Deutschland - für den Großen Preis qualifiziert. Die Entscheidung fällt nach zwei Umläufen und einem Stechen.