Foto: High Fidelity/Kreis

Bernd Kreis legt in seiner Weinbar High Fidelity noch eine Schippe drauf: Drei Köche beschäftigt er bald in seiner Küche, alle drei haben in Perus Spitzenrestaurants gearbeitet. Im August feiert er außerdem ein Ceviche-Festival.

Eigentlich hatte Bernd Kreis nicht geplant, ein peruanisches Restaurant zu betreiben. „Aber die Kunden wünschen es“, sagt der Weinhändler und Inhaber der Weinbar High Fidelity im Stuttgarter Bohnenviertel, „das Essen wird unheimlich gut angenommen.“ Sein Küchenteam hat er deshalb ständig vergrößert, diesen Sommer stößt ein dritter Koch dazu. „Die Jungs haben ausnahmslos in den allerbesten Restaurants Perus gearbeitet“, schwärmt ihr Chef. Anspruch und Niveau in seinem Lokal würden entsprechend steigen, was sich von September an auf der neuen Herbstkarte zeigen soll. Bis 31. August wird im High Fidelity aber noch das Festival del Ceviche gefeiert, statt wie in den Vorjahren eine Sommerpause einzulegen.

Ein Teller Tiradito vom High Fidelity lächelt den Gast geradezu an. Foto: High Fidelity/privat

„Ceviche ist das frischeste Gericht, das es gibt“, findet Bernd Kreis. Der rohe, meist mit Limettensaft und Kräutern marinierte Fisch passt seiner Ansicht nach perfekt zu warmen Temperaturen. Davon gibt es im High Fidelity nun verschiedene Varianten, außerdem Tiradito, die peruanische Art von Sashimi, sowie Kleinigkeiten wie die Kochbananenchips Chitles. „Alles 100 Prozent authentisch peruanisch“, versichert der Gastronom. Da in den Ferien viele Lokale geschlossen hätten, sei es doch schön, wenn das ein oder andere geöffnet habe, sagt der Weinhändler. Er will ausprobieren, ob es sich lohnt. Nur ein paar Tage war kein Betrieb im High Fidelity, weil der Maler darin alles frisch gestrichen hat.

Im besten Restaurant weltweit Station gemacht

Von 20. August an verstärkt dann Royser Gomez Alvarado das High Fidelity. Wie seine beiden Kollegen war auch er im Restaurant Central in Lima tätig, das 2023 auf Platz eins der Liste der 50 besten Restaurants weltweit kletterte. Im Maido, das als bestes Nikkei-Lokal gilt, wo japanisch-peruanisch gekocht wird, sowie bei Astrid y Gastón, wo moderne peruanische Küche praktiziert wird, haben sie ebenfalls Station gemacht. Küchenchef im High Fidelity ist Juan Carlos Urbina Arce, der aus dem Norden Perus stammt und Spezialist für Fischgerichte sowie die kreolische Küche ist. Im Juli kam Sous-Chef Alfio Zamora Maldonado dazu. Sein Schwerpunkt ist die Nikkei-Küche. Royser Gomez Alvarado stammt aus dem Amazonas-Gebiet und hat als Patissier Erfahrung gesammelt. Sein erster Koch Rafael Montero hat sich aus familiären Gründen nach zwei Jahren wieder verabschiedet.

„Die Jungs sind mächtig motiviert und geben Vollgas“, sagt Bernd Kreis. Aber obwohl die Restaurantseite seines Lokals ausgebaut wurde, sei das High Fidelity nach wie vor eine Weinbar, versichert er: „Man kann immer noch kommen, um Musik zu hören.“