Glücksmoment: Julian Araujo erzielt den späten Siegtreffer und stürmt auf die Celtic-Fans zu. Foto: IMAGO/Shutterstock

Die Stuttgarter treten am Donnerstag im Celtic-Park an. Dort wartet ein Gegner, der sich nach einem außergewöhnlichen Sieg im Hoch befindet.

Celtic Glasgow erwartet den VfB Stuttgart am Donnerstag (21 Uhr) im Playoff-Hinspiel der Europa League mit mächtig Aufwind. Denn der schottische Fußballmeister hat am Sonntag in der heimischen Premier League einen 0:2-Rückstand noch gedreht und in einen Erfolg verwandelt. 3:2 hieß es am Ende beim FC Kilmarnock. Dabei gerieten die Celtic-Spieler mit ihren Fans völlig aus dem Häuschen, da Julian Araujo spät in der Nachspielzeit traf. 90.+7 zeigte die Uhr, als der Mexikaner das Siegtor erzielte und anschließend im Gästeblock mit den Anhängern ausgelassen feierte.

Zunächst musste Coach Martin O’Neill aber miterleben, wie die Celtic-Elf in Kilmarnock durch Tore von Tyreece John-Jules (21.) und Joe Hugill (28.) in das Hintertreffen geriet. Nichts ging bei den Gästen gegen den Abstiegskandidaten. In der Pause reagierte der Celtic-Trainer in seinem insgesamt 300. Spiel an der Seitenlinie des Favoriten mit einem Dreifachwechsel.

Julian Araujo jubelt nach seinem Siegtreffer mit einem Fan. Foto: IMAGO/Shutterstock

Sebastian Tounekti (56.) und Benjamin Nygren (64.) glichen aus. Celtic hatte aber noch nicht genug. „Das war unglaublich“, sagte O’Neill, „aber es ist charakteristisch für diese Mannschaft, dass sie nicht aufgibt.“

Unmittelbar vor dem Abpfiff wurde der Ball noch einmal flach in den Strafraum gespielt – und Araujo hatte seinen großen Moment. Celtic rangiert nun weiter auf dem dritten Tabellenplatz hinter Heart of Midleothian (57 Punkte) und dem Lokalrivalen Rangers (55). Allerdings hat das Team von O’Neill bei 54 Punkten ein Spiel weniger bestritten als die Konkurrenz. Mit Blick auf den VfB meinte der Coach: „Der Sieg der Stuttgarter gegen Köln kam am Samstag live im Fernsehen. Ich konnte mich jedoch nicht auf die Partie konzentrieren. Ich hatte nur unser Kilmarnock-Spiel am Sonntag im Kopf. Das wird sich ab sofort ändern.“