Susanne Eisenmann ist CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021. Foto: dpa

Beim Treffen der Jungen Union in Oberschwaben redet sich die CDU den Unmut über die Parteiführung und miese Umfragewerte von der Seele. Die innerparteilichen Machtkämpfe um die Führungsfrage in der CDU überschatten das Treffen.

Bad Waldsee (dpa/lsw) Die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021, Susanne Eisenmann, hat das Auftreten ihrer eigenen Partei mit deutlichen Worten kritisiert. «Die CDU scheut zunehmend Haltung einzunehmen, gibt zu wenig Orientierung und wirkt in Kampagnen oft altbacken und langweilig», sagte sie am Samstag auf dem Landestag der Jungen Union Baden-Württemberg in Bad Waldsee im Kreis Ravensburg. Das gelte für die CDU insgesamt. Man müsse sich anders aufstellen.

Die Art der Beliebigkeit, jeden Kompromiss einzugehen, werde nicht in die Zukunft führen. Man müssen wieder wissen, für was die CDU stehe, für was sie kämpfe. Die Partei müsse inhaltliches Profil gewinnen und wieder Antworten auf Sorgen der Bürger geben. Die CDU müsse auch an ihrem Erscheinungsbild arbeiten - Eisenmann kritisierte eine Tendenz, arrogant und überheblich und verkrampft rüberzukommen.

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