In ihrer rasant verlaufenden Karriere wird Chiara Fuhrmann zur Elsa in der „Eiskönigin“ – ihre zweite Hauptrolle in kurzer Zeit. Wie lange bleibt das Disney-Musical noch in Stuttgart?
Eine Königin, die ihre eigenen Kräfte fürchtet. Eine Schwester, die an die Macht der Liebe glaubt. Und ein Königreich, das im ewigen Eis zu versinken droht: Disneys „Die Eiskönigin“ gehört zu den beliebtesten Geschichten in Kinderzimmern. Nun kommt es in Stuttgart zu einem Wechsel im gesamten Ensemble und an der Krone: Chiara Fuhrmann, die zuletzt als Hauptdarstellerin von „& Julia“ in Hamburg das Publikum begeistert hat, übernimmt in ihrer rasant verlaufenden Karriere in Stuttgart nun ihre zweite Erstbesetzung innerhalb kurzer Zeit.
„Ein Kreis schließt sich“: Fuhrmanns emotionale Elsa-Premiere
Als Elsa hat die 1995 in Osnabrück geborene Darstellerin am Dienstagabend ihre Premiere gefeiert – in dem Musical, das seit November 2024 auf den Fildern aufgeführt wird. Ein Ende der Spielzeit ist bisher nicht abzusehen. Die neue Cast hat einen Vertrag über ein Jahr bekommen – Verlängerung nicht ausgeschlossen.
Für Chiara Fuhrmann, deren Karriere in Stuttgart bei „Bodyguard“ im Ensemble begann, ist es ein besonderer Schritt. „Damit schließt sich ein Kreis für mich“, sagt sie. In Hamburg gehörte ihr bereits die Rolle der Anna . Damals habe sie bereits gespürt, welch emotionale Wucht die Geschichte entfalte. Nun habe sie die Perspektive gewechselt. Es sei „noch mal ein ganz neues Gefühl“, erstmals als Elsa vor Publikum zu stehen. „Ich bin erneut in diese Geschichte verliebt“, betont sie.
Elsa gilt als eine der anspruchsvollsten Rollen im modernen Disney-Repertoire. Sie verlangt stimmliche Präzision, schauspielerische Feinfühligkeit und eine starke Bühnenpräsenz – insbesondere in den großen Solo-Momenten der Figur, die zwischen innerer Zerrissenheit und selbstbewusster Stärke schwankt.
Maximilian Mann, künstlerischer Leiter der Produktion, ist begeistert. Fuhrmann habe bewiesen, warum sie die richtige Wahl für diese Rolle sei. Ihre Elsa sei „kraftvoll, modern und zutiefst menschlich“, sagt er. Die Reaktionen des Publikums hätten diese Einschätzung deutlich bestätigt.
Das Musical „& Julia“, in dem Fuhrmann die Julia im Hamburger Operettenhaus spielte, kommt im Herbst nach Stuttgart und folgt dort auf Queens „We Will Rock You“. „Die Eiskönigin“ dürfte dem Stuttgarter Publikum noch mindestens ein weiteres Jahr erhalten bleiben – so lange gehen die Verträge der neuen Cast. Eine Verlängerung ist offenbar möglich..
Inklusives Theatererlebnis: Neue Formate für alle Sinne
Neben dem regulären Spielbetrieb bietet das Theater besondere Formate an: sogenannte „Relax“-Vorstellungen mit reduzierten Licht- und Soundeffekten für Menschen, die sensibel auf starke Reize reagieren, sowie eine App, über die sehbehinderte und blinde Besucherinnen und Besucher sich die visuellen Vorgänge auf der Bühne live beschreiben lassen können.