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Die gesundheitsfördernde Wirkung von Cannabis ist hinlänglich bekannt, sodass die Pflanze immer häufiger als Naturheilmittel eingesetzt wird. Dennoch wurde Cannabis bis heute nicht vollständig legalisiert, da der Substanz noch immer ein negativer Ruf anhaftet. Wir verraten in unserem heutigen Artikel, warum Cannabis illegal ist und welche gesellschaftlichen Aspekte die Cannabis-Gesetzgebung geprägt haben.

Cannabis wurde seinerzeit als gefährliche Droge eingestuft

Zunächst sei erwähnt, dass die aktuelle Studienlage eindeutig für den therapeutischen Nutzen der Hanfpflanze sowie auch eine Marihuana Legalisierung spricht. Dennoch wird Cannabis auch gegenwärtig noch als Droge eingestuft, sodass der Besitz von Marihuana nach wie vor einen Straftatbestand darstellt. Begründet werden kann dies durch das im Jahre 1961 aufgesetzte Einheitsabkommen über Betäubungsmittel, dem insgesamt 186 Staaten beigetreten sind. In diesem Abkommen wurde Cannabis als besonders gefährliche und abhängig machende Droge klassifiziert, die über keinerlei therapeutischen Nutzen verfügt. Wenn auch diese Klassifizierung der Cannabispflanze nicht wissenschaftlich gestützt werden konnte, wurde mit diesem Vertrag ein neues Bewusstsein in Bezug auf die Legalisierung der Hanfpflanze geschaffen.

Gesellschaftliche Aspekte prägten das damalige Bild der Hanfpflanze

Die Cannabispflanze gehört insbesondere in den USA zu den traditionsreichsten Gewächsen und dient mitunter als wichtiger Rohstoff für Kleidung, Seile sowie Papier. Dennoch wurde seinerzeit innerhalb weniger Jahre ein gänzlich negatives Bildnis der Pflanze etabliert. Eine tragende Rolle spielte in diesem Zusammenhang der Politiker Harry Anslinger, der sich in den 1930er-Jahren ausdrücklich gegen die Legitimierung von Cannabis aussprach. Motiviert wurde er durch den Wunsch nach einer von Drogen befreiten Gesellschaft, da Substanzen, wie beispielsweise Alkohol und Cannabis, seines Erachtens mit einem erheblichen Kontrollverlust sowie gefährlichen Persönlichkeitsveränderungen einhergingen. Wenn auch Anslingers Thesen zu keinem Zeitpunkt wissenschaftlich belegt werden konnten, manifestierte sich schon bald eine spürbare Ablehnung gegenüber Cannabis.

Während die von Anslinger initiierte Alkohol-Prohibition nicht langfristig durchgesetzt werden konnte, galt Cannabis hingegen fortan als giftige Droge. Zwar konnten mehrere Vertreter der Pharmaindustrie den medizinischen Nutzen von Cannabis durchaus aufzeigen – allerdings wurde diesen wissenschaftlichen Belegen seinerzeit kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Vielmehr wurde Cannabis zunehmend mit Kriminalität in Verbindung gebracht und die Gesellschaft wurde nicht zuletzt durch Anslingers Beiträge in Funk und Fernsehen verunsichert. Alles in allem spielten in erster Linie rassistisch geprägte Motive eine bedeutende Rolle, da Marihuana seinerzeit vor allem einen Teil der Jazz- und Swinger-Kultur darstellte. Dennoch war es wohl auch der damalige Zeitgeist sowie die leichte Beeinflussbarkeit der Bevölkerung, die die Anti-Cannabis-Politik maßgeblich begünstigten.

In den Siebzigern entstand ein neues Bewusstsein

Wenn auch Cannabis lange Zeit verurteilt wurde, entstand in den Siebzigern eine ganz neue Bewegung. Insbesondere junge Menschen schienen sich nun weniger leicht beeinflussen zu lassen, sodass der Cannabis-Konsum wieder zunahm. In den folgenden Jahren wurde der medizinische Nutzen von Cannabis erkannt und es folgten entsprechende Gesetzesänderungen. Daher darf Cannabis heutzutage in vielen Ländern auch für therapeutische Zwecke genutzt werden, sodass die Pflanze mittlerweile ein gutes Ansehen genießt. Auch der Anbau von Cannabis wird in bestimmten Fällen erlaubt. Eine passende Auswahl hochwertiger Hanfsamen ist beispielsweise unter royalqueenseeds.de zu finden. Viele Länder, wie beispielsweise die Niederlande, Kanada, Australien sowie Deutschland, haben individuelle Cannabis-Gesetze formuliert und gewähren in besonderen Fällen eine legale Nutzung der Pflanze. Insbesondere Cannabidiol wird mittlerweile für vielfältige Beschwerden eingesetzt und ist hierzulande als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Allerdings wird vorgeschrieben, dass die einzelnen CBD-Produkte nicht mehr als 0,2 Prozent THC enthalten. Bei THC handelt es sich, im Gegensatz zu CBD, um ein psychotrop wirkendes Cannabinoid, das einen sogenannten Rauschzustand auslöst. Das Angebot an CBD-Produkten ist mittlerweile riesig, sodass Anwender zwischen Öl, Kapseln, Tee, Blüten, Kristallen sowie CBD-Lebensmitteln wählen können.

Fazit: Der Weg für eine künftige Cannabis Legalisierung wird bereits geebnet

Cannabis hat ein langes Schattendasein als verrufene Droge gefristet und wurde bis heute nicht vollständig legalisiert. Dennoch zeigt ein Rückblick, dass das Cannabis-Verbot in erster Linie von gesellschaftlichen Aspekten getragen wurde. Mittlerweile wird die Pflanze jedoch als wirksames Naturheilmittel angesehen, sodass der Weg für eine künftige Cannabis Legalisierung in Deutschland geebnet wird.

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