Trotz vorläufigem Insolvenzverfahren: Die Rexer-Busse in Esslingen fahren wie gewohnt. Foto: Roberto Bulgrin - Roberto Bulgrin

Die Rexer-Unternehmensgruppe mit Sitz in Calw befindet sich im Insolvenzverfahren. Der Busverkehr in Esslingen ist davon nicht betroffen. Nun soll es darum gehen, die Firma und die Verkehrsleistung zu erhalten.

EsslingenÜber das Vermögen der Unternehmensgruppe Rexer ist am Dienstag vom Amtsgericht Tübingen ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet worden. Vorausgegangen war ein entsprechender Eigenantrag der Rexer-Gruppe. Sie betreibt mit fünf Gesellschaften einen Großteil des Nahverkehrs in Esslingen, Calw und Heilbronn.

Seit dem 1. Juli vergangenen Jahres bedient die in Calw ansässige Firma Rexer als Partner des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE) acht Buslinien und zwei Nachtlinien und hat damit rund ein Drittel des öffentlichen Stadtverkehrs übernommen. Die Nachricht von der vorläufigen Insolvenz der Albert Rexer GmbH & Co. KG hat den Esslinger Verkehrsbetrieb und die Stadtverwaltung völlig unvorbereitet getroffen. Nach Informationen des zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellten Anwalts Ilkin Bananyarli von der Stuttgarter Rechtsanwaltsgesellschaft Pluta läuft der Busverkehr uneingeschränkt weiter, zudem seien die Gehälter der Mitarbeiter gesichert.

Der Kaufmännische SVE-Werksleiter Andreas Clemens bewertet die Zusage des Insolvenzverwalters, wonach die Fahrleistungen im Esslinger Nahverkehr „nahtlos fortgeführt“ würden, positiv. „Für uns ist eine lückenlose Fortsetzung des Busverkehrs in der Stadt unabdingbar“, betont Clemens. Nach den Worten von Rechtsanwalt Bananyarli geht es nun im Rahmen des anstehenden Insolvenzverfahrens um „die positive Fortführung des Unternehmens“. Wie das Ergebnis am Ende aussehen wird, vermag derzeit niemand vorauszusagen. „Der Insolvenzverwalter muss sich nun erst einmal in die Materie einarbeiten“, sagt Vanessa Herzog von der Firma Relatio, die für Pluta die Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Und so macht sich Andreas Clemens Gedanken, wie es mittelfristig mit dem Anteil der Firma Rexer am Esslinger Stadtverkehr weitergeht. Der SVE werde dieses Thema daher umgehend mit dem Insolvenzverwalter erörtern. Dabei sei es das Ziel, den Busverkehr im Stadtgebiet lückenlos sicherzustellen.

Von dem Antrag auf vorläufige Insolvenz sind insgesamt fünf Gesellschaften der Unternehmensgruppe betroffen: die Albert Rexer GmbH & Co. KG sowie die VBN Verkehrsbetriebe Nagoldtal GmbH, die BVN Busverkehr Nordschwarzwald GmbH als operatives Busunternehmen sowie ihre Schwesterunternehmen für Busreiseverkehr, Rexer Reisen GmbH, und für technische Dienstleistungen, die Rexer Service GmbH. Insgesamt verfügt die Gruppe über etwa 140 Busse und beschäftigt rund 360 Mitarbeiter. Die Löhne und Gehälter aller Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld gesichert, teilt Ilkin Bananyarli mit.

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Die Firma Rexer

Die Rexer-Unternehmensgruppe betreibt mit fünf Gesellschaften einen Großteil des öffentlichen Nahverkehrs in den Landkreisen Calw, Esslingen und Heilbronn in Baden-Württemberg. Die Gruppe betreibt rund 140 Busse und beschäftigt etwa 360 Mitarbeiter.

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