Zwar ist die Niederlage beim ASC Duisburg zu erwarten gewesen, doch die Esslinger ermöglichen den Gastgebern viel zu einfache Tore, sagt das Trainergespann.
Dass es für die Wasserballer des SSV Esslingen zum Bundesliga-Auftakt beim ASC Duisburg schwer werden würde, Punkte zu holen, war schon im Vorfeld klar. Der Sieg der Gastgeber sei deshalb in Ordnung gegangen, sagte dazu Esslingens Chefcoach Heiko Nossek. Aufgeregt habe er sich aber trotzdem: „Das erste Spiel ist immer schwierig. Aber wir haben durch individuelle Fehler dem Gegner einfache Tore ermöglicht.“ Am Ende unterlagen die Esslinger beim Dritten der Vorsaison mit 8:16 (1:2, 2:6, 2:1, 3:7).
Das Ergebnis hätte nicht so hoch ausfallen dürfen, zumal sich die Esslinger zeitweise sehr gut geschlagen haben. Zu sehen war das im knapp verlorenen Auftaktviertel und dem gewonnenen dritten Abschnitt. Nur in diesen beiden Phasen sei es der Mannschaft gelungen, ihr selbst gestecktes Ziel zu erreichen: Es den Duisburgern so schwer wie möglich zu machen, erklärt Team Manager Axel Hänchen. Denn neben den guten Aktionen machten die Esslinger aus Sicht der Betreuer eben zu viele individuelle Fehler. Co-Trainer Hannes Rothfuß verweist auf die vielen Chancen, die das SSVE-Team in der Anfangsphase der Partie hatte. „Diese nutzen wir leider nicht“, erklärte er. „Wir spielen es nicht richtig aus, sind nicht clever genug“. Besonders im zweiten Viertel sei dann der Faden gerissen. Genau wie in der Schlussphase. „Unkonzentrierte, individuelle Fehler ermöglichen dem Gegner schnelle und einfache Tore“, sagte Rothfuß. Trösten können sich die Esslinger bestenfalls damit, dass auch eine knappere Niederlage keine Punkte gebracht hätte.
Positiv hob Cheftrainer Nossek die Leistung des Esslinger Torwarts Boris Tepic hervor, auch Robin Rehm, der drei Mal für den SSVE traf, habe ein starkes Spiel gezeigt. Die Niederlage offenbarte den Esslingern zumindest einige Ansatzpunkte, wo sie sich künftig verbessern müssen. „Wir müssen unsere taktische Disziplin und die Trainingsintensität steigern“, erklärte Nossek. Am kommenden Samstag empfängt der SSVE den deutschen Meister Waspo Hannover im neuen Sportbad in Stuttgart.
SSV Esslingen: Tepic, Pirzer; Baróthy, Thran, Finkes (1), Petikis, Karteszi (2), Robin Rehm (3), Simon Rehm, Zemun (1), Fernandez Rivas (1), Ruggeri, Sopiadis.