Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht über die aktuelle Lage. (Archivbild) Foto: dpa/Kay Nietfeld

Jens Spahn verteidigt die Verlängerung und Verschärfung des Lockdown durch einen Vergleich: Es sei wie mit einem Antibiotikum. Wenn man es zu früh absetze, könne noch größerer Schaden entstehen, auch Resistenzen.

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns bis Mitte Februar verteidigt und eine konsequente Einhaltung der Regeln gefordert. „Es ist noch nicht vorbei“, sagte er am Freitag in Berlin. Dies gelte auch ein Jahr nach dem Auftreten der ersten Corona-Infektion in Deutschland. Auch wenn die Infektionszahlen sinken, müsse es noch Einschränkungen geben, sagte Spahn und verglich die Situation mit einem Antibiotikum. Wenn man es zu früh absetze, könne noch größerer Schaden entstehen, auch Resistenzen, sagte er. Der Vergleich sei zutreffend, wenn man auf die Mutationen schaue.

Spahn sagte, auch wenn die Zahl von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen zurückgegangen sei, sei das Gesundheitssystem noch immer belastet. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, noch immer seien Menschen über 80 Jahre stark von Infektionen betroffen.

Am Freitag stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf mehr als 50.000. Es sei eine „bedrückende, für mich schier unfassbare Zahl“, sagte Wieler. Spahn sagte, es seien in Pflegeheimen bereits viele Menschen geimpft worden. Er stellte in Aussicht, dass in den Heimen bis Mitte Februar jedem Bewohner ein Angebot gemacht werden kann.

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