An dieser Stelle, an dem jetzt die Initiatoren stehen, soll die neue Rutsche ins Becken führen. Andrea Herdtle und Karin Keim von der DLRG Berkheim und Biagio Cantoro und Aglaia Handler vom Bürgerausschuss (von links) Foto: setzen sich für ein größeres Ge - setzen sich für ein größeres Gerät ein. Die alte Kunststoffrutsche im Hintergrund fällt den Sanierungsarbeiten zum Opfer.

Auch nach der Sanierung soll das Berkheimer Freibad familienfreundlich blieben – dafür wollen Bürgerausschuss und DLRG sorgen. Zentraler Bestandteil des Vorhabens ist eine neue Rutsche.

ES-BerkheimGemeinsam mit weiteren Mitstreitern haben der Bürgerausschuss und die DLRG Berkheim dafür gekämpft, dass ihrem Stadtteil nicht das Wasser abgelassen wird. Bekanntlich mit Erfolg: Nachdem das Esslinger Neckarfreibad fertig ist, rücken zum Ende der Saison im Hallen-Freibad Berkheim die Handwerker an. Für knapp zehn Millionen Euro sollen Technik, Becken und Gebäude fit gemacht werden für die Zukunft. Nach einigem Hin und Her steht auch fest, dass die Bahnen in ihrer Länge wettbewerbstauglich bleiben. Und dass auch künftig Sprünge aus einem, drei und fünf Metern zur Attraktion der Anlage beitragen werden. Fehlt nur noch eines zum Badeglück: Dass auch wieder gerutscht werden kann.

Freizeitwert für Familien steigern

„Es war und ist uns im Bürgerausschuss ganz wichtig, dass das sanierte Freibad nicht nur für den Vereins- und Schulsport attraktiv bleibt, sondern dass es auch einen Freizeitwert für Familien und Kinder hat“, erklärt die Bürgerausschuss-Vorsitzende Aglaia Handler. „Und dafür brauchen wir auch wieder eine Rutsche“, betont Biagio Cantoro, der sich im Bürgerausschuss besonders intensiv mit der Badthematik beschäftigt hatte.

Bislang führt eine kleine Kunststoffrutsche vom Eingangsbereich hinein ins Becken. In den Sanierungsplänen der Stadtwerke taucht sie aber nicht mehr auf. Deshalb haben der Bürgerausschuss und die DLRG Berkheim gehirnt und der Stadtverwaltung angeboten, mit einer Spendenaktion eine neue Rutsche zu finanzieren. Andrea Herdtle von der DLRG-Ortsgruppe hat sich nach verschiedenen Modellen umgeschaut. Denn am liebsten wäre es den Initiatoren, sie könnten ihren Berkheimern eine richtige Familienrutsche anbieten. Die hat freilich ihren stolzen Preis. Zwischen 50 000 und 70 000 Euro würde so ein Edelstahl-Gerät kosten, bei dem dann auch mehrere Personen nebeneinander rutschen könnten und bei dem der Spaß nicht schon mit zwölf Jahren vorbei wäre.

Neue Rutsche fürs Freibad?

Um genug Platz für so eine Rutsche zu bekommen, schlägt Cantoro vor, die alte Rutsche samt ihrer Plattform abzubauen und stattdessen im rechten Winkel von der Querseite des Beckens aus eine neue Rutsche quer über die Eingangstreppen ins Becken zu bauen. Die wäre mit drei bis 3,5 Metern so hoch, dass die Beckennutzer noch 2,20 Meter Höhe hätten, um in das Bad einzusteigen, und hätte eine Länge zwischen zehn und 14 Metern. Der Auslauf läge mit sechs Metern im Normwert, soweit sich Cantoro kundig machen konnte. Damit würde man auch keine der sechs Schwimmbahnen tangieren.

Jetzt warten die Initiatoren gespannt auf die Antwort von Bürgermeister Ingo Rust, ob und was in diesem Bereich möglich ist. Der auch für die Bäder zuständige Dezernent hatte den Bürgerausschuss bereits wissen lassen, dass er einer Spendenaktion für eine kleine Rutsche – wie sie bislang dort steht – durchaus grünes Licht geben könne. Die würde mit rund 12 000 Euro zu Buche schlagen. Der Mehrwert eines größeren Geräts steht für Bürgerausschuss und DLRG aber nicht in Frage. Dabei will man nicht vermessen sein: Je nachdem, was technisch machbar, genehmigungsfähig und finanzierbar ist, würde man auch Abstriche machen. Es gebe auch verschiedene Zwischenabstufungen, so Cantoro. „Aber auch das, was wir wollen, ist keine Luxus-Rutsche“, betonen alle unisono.

Jedenfalls wartet das Team jetzt dringend auf die Antwort aus dem Rathaus. Zumal das ihnen selbst mächtig Druck gemacht hatte. „Bis 30. September müssen wir Bescheid geben, ob wir die Rutsche finanzieren können oder nicht“, so Handler. Denn dann geht es mit den Umbauarbeiten dort los. „Wir können aber mit dem Spendensammeln nicht anfangen, wenn wir kein konkretes Konzept haben.“ Natürlich haben die Initiatoren schon einmal bei verschiedenen Stiftungen und Firmen vor Ort vorgefühlt. Und das hat ihnen durchaus Mut gemacht, wie Karin Keim von der DLRG gerne verrät.

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