In „Angekommen“ erzählen Geflüchtete unter der Regie von Ernst Konarek, wie sie nach Plochingen kamen. Ein zwiespältiger Abend im Stuttgarter Theaterhaus.
Amidou Fousseni stammt aus Togo. Sein Vater war Lkw-Fahrer und hatte sechs Frauen, erzählt er auf der Bühne in Halle T3 im Theaterhaus Stuttgart. „Oha!“, sagt jemand im Publikum. „Ja, oha!“, wiederholt Fousseni und lächelt ernst. „Er hatte sie aber nicht alle auf einmal“, schiebt er hinterher. Zwei Frauen starben, von zwei anderen habe sich sein Vater getrennt. Seine Mutter hatte fünf Kinder, wovon eines starb. Als Fousseni erzählt, dass er nach seiner Flucht aus Togo nicht zu den Beerdigungen seiner Eltern reisen konnte, stockt er und holt tief Luft. „Ach Gott!“, seufzt es aus der Menge.
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