Das Verborgene ins Licht der Sprache rücken: Marieke Lucas Rijneveld Foto: Suhrkamp/Verlag

Marieke Lucas Rijneveld hätte Amanda Gorman übersetzen sollen. Nun ist ihr zweiter Roman erschienen. „Mein kleines Prachttier“ ist ein dunkles Oratorium, das alle Grenzen überschreitet.

Stuttgart - Etwa zu der Zeit, als alle Welt darüber gestritten hat, ob eine weiße niederländische Autorin wie Marieke Lucas Rijneveld das Inaugurationsgedicht der schwarzen Lyrikerin Amanda Gorman übersetzen dürfe, hat der Literaturwissenschaftler Moritz Baßler der zeitgenössischen Literaturproduktion die Leviten gelesen. Sie generiere nur noch solide Wohlfühltexte, deren ästhetische Leichtgewichtigkeit von moralischer Korrektheit ausbalanciert werde – und der Zugehörigkeit ihrer Autorinnen und Autoren zu der unter identitätspolitischen Vorzeichen richtigen Ingroup.

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