„Lilianas unvergänglicher Sommer“: In ihrem aufrüttelnden, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Buch verarbeitet Cristina Rivera Garza den Mord an ihrer Schwester.
Am 16. Juli 1990 wurde in einem Stadtteil von Mexico City die zwanzigjährige Schwester Liliana der Schriftstellerin Cristina Rivera Garza missbraucht und ermordet. Ihr einstiger Liebhaber konnte nicht akzeptieren, dass die junge, selbstbewusste Architekturstudentin dabei war, sich dem Dunstkreis aus emotionaler Erpressung und Gewalt zu entringen, den er um sie geschlagen hatte. Einer unzähliger Femizide in dem von der argentinischen Anthropologin Rita Segato konstatierten andauernden Krieg gegen Frauen, der nicht nur dort tobt, wo das Mandat der Männlichkeit von einer Tradition des Machismo getragen wird.
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