Der Akku sollte am besten in der Garage oder im Keller geladen werden. (Symbolbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Experten warnen davor, Pedelec-Akkus in der Wohnung zu laden - trotzdem komme das immer wieder vor. Dann müssen häufig nicht nur Fahrräder gerettet werden, sondern auch Menschenleben.

Bad Waldsee - Experten warnen davor, Pedelec-Akkus in der Wohnung zu laden - trotzdem komme das immer wieder vor. „Viele sehen die Gefahr nicht oder sind sich der Gefahr nicht bewusst“, sagte Oliver Surbeck, Kreisbrandmeister des Landkreises Ravensburg, der Deutschen Presse-Agentur. Vor ein paar Tagen explodierte in einer Wohnung in Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) der Akku eines Pedelecs. Ein 38 Jahre alter Bewohner und seine 41-jährige Frau wurden leicht verletzt. Ein Brand war die Folge, ein Fenster ging zu Bruch, eine Tür wurde aus dem Schloss gerissen und ein Rollladen nach außen gedrückt.

Die Polizei schätzte den Schaden auf etwa 25 000 Euro. Der Akku war nach Auskunft der Polizei im Ladegerät einer Mehrfachsteckdose angeschlossen. Es seien noch weitere Elektrogeräte mit Strom versorgt worden. Was der genaue Grund für die Explosion gewesen sei, könne man nicht mehr feststellen, sagte eine Polizeisprecherin.

Besser in der Garage oder im Keller laden

Zu solchen Vorfällen kommt es nach Auskunft von Surbeck immer wieder. Wenn beim Laden in der Wohnung etwas passiere, müsse die Feuerwehr jedoch nicht nur den Brand bekämpfen, sondern oft auch Menschen retten. E-Bikes oder Pedelecs sollten daher in der Garage oder im Keller geladen werden.

Schwierig könnte es jedoch werden, wenn man den Akku in der Tiefgarage lädt. In der Garagenverordnung des Landes Baden-Württemberg sei das nicht sauber geregelt, sagte Surbeck. Es würden immer mehr Fahrzeuge mit Akkus gekauft. Vor dem Gebrauch sollten die Menschen auf jeden Fall nachschauen, ob das Gerät beschädigt ist, etwa durch einen Sturz. Es sei auch wichtig, die Gebrauchsanweisung zu lesen und ernst zu nehmen.

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