Cannabis, das „grüne Gold“. Foto: Unsplash /Jeff W

Cannabis und CBD versprechen gute Chancen sowohl auf der Gründer- und Startup-Ebene als auch für Anleger im Aktienmarkt. Jetzt informieren!

Cannabis (Hanf) ist eine Nutzpflanze mit vielen Vorzügen. Sie besitzt ein breites Anwendungsspektrum, welches sich vom Gesundheits- über den Wellness- und Fitnessmarkt bis hin zur Kosmetikbranche ausbreitet. Lange Zeit mit einem Verbot belegt, lockern viele Länder ihre Cannabispolitik, um den Gebrauch für breitere Schichten der Bevölkerung zugänglich zu machen.

Mit CBD (Cannabidiol) beackert zudem ein völlig legaler Wirkstoff des Cannabis den wachstumsträchtigen Markt der Nahrungsergänzungsmittel. Kein Wunder also, dass das Interesse an der Pflanze hochgehalten wird und viele Zeitgenossen daran denken, von diesem regelrechten Hype um Hanf zu profitieren. Zum einen ist das als Anleger möglich, indem Aktien von Unternehmen erworben werden, die sich hauptsächlich im nordamerikanischen Markt tummeln. Zum anderen können Gewinne erzielt werden, wenn ein CBD-Startup gegründet wird.

Ein CDB-Startup ist schnell gegründet

CBD ist derjenige Wirkstoff des Hanfs, der keine psychoaktiven Wirkungen vorweist. Vielmehr besticht CBD durch seine entspannenden, entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften und offeriert vielen Menschen ein verbessertes Wohlbefinden und Lebensgefühl.

Dabei ermöglichen Online-Wege praktikable Lösungsansätze. Als Wiederverkäufer müssen keine langwierigen Zulassungsprozesse durchlaufen werden, in Deutschland ist eine simple Gewerbeanmeldung ausreichend. Es existieren mehrere Formen, um sich Markteintritt zu verschaffen. Neben Franchise-Lösungen und Modellen des Affiliate-Marketings ist es vor allem der White-Label-Ansatz, welcher Gewinne verspricht.

White Labels

White Lables sind eingeführte und geprüfte Produkte, die bei Herstellern oder Lieferanten ohne Etiketten bestellt werden. Als Gründer eines Startups muss nur eine eigene Marke entwickelt und mit einem verkaufsfördernden Design ausgestattet werden. Mit dem “erweiterten” Logo werden die Etiketten in Verbindung mit allen rechtlich relevanten Vorschriften bedruckt und die Produkte damit beklebt. Jetzt kann der Vertrieb von CBD-Produkten schon beginnen.

Es ist zu empfehlen, sich die eigene Marke schützen zu lassen. Die Investition bei diesem Modell beschränkt sich auf den Kauf der ersten Charge und den Druck der Etiketten.

Für den Hersteller hat die White-Label-Lösung den Vorteil, dass sich der Abnehmerkreis erweitert. Den abnehmenden Händler lockt eine höhere Marge. Zudem entfällt die Möglichkeit der Preisvergleiche durch den Kunden und der Wettbewerb mit dem selbstverkaufenden Hersteller, der nach Marketinggesichtspunkten oft die besseren Karten hat.

Rechtliche Aspekte

Da die CBD-Produkte von Verbrauchern benutzt werden, ist den Vorgaben des Produktsicherheitsgesetzes zu folgen. Das bedeutet, dass die Waren bei sachgemäßer Verwendung weder die Sicherheit noch die Gesundheit des Verbrauchers gefährden dürfen.

Beim Verkauf in Deutschland bedarf es des Hinweises über mögliche Risiken und Nebenwirkungen in deutscher Sprache. Gemäß den Vorschriften sind die Kontaktdaten des White Labels auf dem Etikett anzuführen. Dabei ist eine Adresse im Europäischen Wirtschaftsraum zwingend vorgeschrieben. Der White-Label-Händler übernimmt Verantwortung über Herstellerbedingungen, die nicht unter seiner Aufsicht oder seines Einflusses stehen. Dieses Risiko wird in der Regel durch vertraglich abgesicherte Haftungsfreistellungsklauseln umgangen.

Cannabis-Aktien

Mit weniger Arbeit jedoch mit mehr Risiko sind Aktien verbunden, die von den großen Cannabis-Produzenten ausgegeben werden. Dabei sind die Gewinnmargen entscheidend höher. Die potentesten Firmen haben ihren Sitz in Kanada, wo 2011 medizinisches Cannabis legalisiert wurde und seit 2018 ein freier Verkauf stattfindet. Ein erster Hype war schon direkt nach der Legalisierung zu vermelden. Damals war das Angebot allerdings größer als die Nachfrage und der damalige Boom endete als Blase.

Doch inzwischen haben sich Angebot und Nachfrage eingependelt. Der Regierungswechsel im Weißen Haus befeuert nun die Kurse. Wird von Joe Biden als Präsident doch eine weitere Legalisierung im größten Markt, den USA, erwartet. Viele Insider versprechen für 2021 einen erneuten Boom.

Aktien & Indizes

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, welche sich im Cannabis-Markt tummeln. Eingeführte Firmen mit einer aussichtsreichen Zukunft sind mit Aphria, Aurora Cannabis, Canopy Growth, Deutsche Cannabis sowie Tilray zu nennen.

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Indizes, anhand derer der interessierte Anleger Marktentwicklungen beobachtet. So enthält der Prime Alternative Harvest Index 32 Cannabis-Aktien und der 2018 gegründete Medical Cannabis and Wellness Equity Index beinhaltet 19 Werte, mit steigender Tendenz. Der älteste Index dagegen ist der auf Medizinalhanf spezialisierte Foxberry Medical Cannabis & Life Sciences Index mit 27 Unternehmen, der bereits 2014 vorgestellt wurde.

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