EZ-Redakteur Oliver Stortz hat so seine Probleme mit der neuen SPD-Spitze. Aber nicht aus politisch-ideologischen Gründen.

EsslingenUm es offen zu sagen: Uns wäre lieber gewesen, die Herren Merz und Scholz stünden an der Spitze von CDU und SPD. Wobei die Gründe nicht so sehr politischer Natur sind. Journalisten machen ja keinen Wahlkampf. Aber wir haben halt auch so unsere Probleme. Zum Beispiel müssen wir die Herrschaften in die Überschrift kriegen. Das war seinerzeit schon mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ein Problem. Aber die war ja nur Bundesjustizministerin. Und tauchte also gar nicht so oft auf in der Berichterstattung. Und als sie dann doch öfter auftauchte, trat sie stets schon bald wieder ab. Das erste Mal unter Tränen. Das zweite Mal unfreiwillig. Aber immer mitsamt Bindestrich.

Nun sind die Probleme nachhaltiger. Wenn die CDU-Chefin den SPD-Chef rügt, lautet die Schlagzeile „Annegret Kramp-Karrenbauer kritisiert Norbert Walter-Borjans“. Theoretisch zumindest. Praktisch passt sie nämlich nicht rein. Und „AKK rüffelt Nowabo“ klingt ja eher so, als würde sich da ein Kernkraftwerks­betreiber mit einem Gummibärchenhersteller anlegen.

Froh sind wir derweil, dass die Bundeshauptstadt seinerzeit von Bonn nach Berlin verlegt wurde. Und nicht etwa nach Leinfelden-Echterdingen.

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