Die Brüder Alessandro (links) und Daniele Arianiello haben nun auch ihren Biergarten in Oberaichen geöffnet. Foto: Caroline Holowiecki

Seit Ende 2024 gibt es das Lokal Cuore Matto, mit deutlicher Verspätung wurde nun auch die große Terrasse eröffnet. Wieso hat das so lange gedauert?

Ein Zitronenbäumchen, Palmen, Zypressen, alte Weinflaschen und ein feuerroter Fiat 500 aus den 60er-Jahren. Ein kleines bisschen fühlt man sich wie in Italien auf der Terrasse des Restaurants Cuore Matto in Oberaichen, und passend dazu nennen die beiden Betreiber des Lokals, die Brüder Alessandro und Daniele Arianiello, ihren mediterran gestalteten Außenbereich auch Piazza. „Wir kriegen immer wieder die Rückmeldung: Das ist hier wie im Urlaub“, sagt Alessandro Arianiello.

Der 30-Jährige und sein 47-jähriger Bruder haben das Lokal Cuore Matto – zu Deutsch: verrücktes Herz – erst Anfang Dezember 2024 offiziell eröffnet. Gastronomiefans kannten das Duo bereits aus dem La Commedia in Stetten. Das Lokal des dortigen Tennisclubs hatten die Eltern der Brüder bis Ende 2020 erfolgreich geführt – 19 Jahre lang. Das jetzige Restaurant ist indes ein reines Brüderprojekt, und das auch noch in einer sehr traditionsreichen Immobilie, nämlich dem ehemaligen Bahnhöfle. Das Gasthaus samt Biergarten hatte zuvor jahrelang leer gestanden.

Das Restaurant in Oberaichen musste lange auf Möbel warten

Nun, etwas mehr als ein halbes Jahr nach der Eröffnung, gibt sich Daniele Arianiello zufrieden. „Wir haben eine gute Konstanz drin“, sagt er. In den drei abtrennbaren Räumen, in denen jeweils zwischen 16 und 50 Personen Platz nehmen können, werden saisonale italienische Speisen serviert. Aktuell ist die Karte etwas sommerlicher gestaltet, mit Spaghetti in Kokoscreme mit gebratenen Shrimps oder frittiertem Fisch und Meeresfrüchten. „Am Lido in Italien ist das Standard“, sagt er.

Auf ihre Piazza mussten die beiden Wirte länger warten als gedacht. Tische, Stühle und der riesige Sonnenschirm - alles wurde verspätet und zu unterschiedlichen Zeiten geliefert, erzählt der ältere der Brüder, auch die Arbeiten draußen hätten sich verzögert, denn „wir waren ja im Vollgasbetrieb“.

Seit Kurzem erst ist alles fertig. Der Außenbereich ist tatsächlich nicht wiederzuerkennen. Ehemals war hier unmittelbar an der S-Bahn-Haltestelle Oberaichen ein klassischer Biergarten – mit blau-weißem Brauerei-Schild über dem Eingang, passenden Sonnenschirmen und einer Hecke außenrum. „Wie ein Garten halt“, sagt Daniele Arianiello.

Vom eher rustikalen Ambiente wollten die beiden Gastronomen bewusst weg. Entstanden ist eine großzügige Terrasse, die sich zum Weg dahinter öffnet. Hier, unter etlichen Lichterketten, ist trotz lockerer Bestuhlung Platz für bis zu 90 Personen. „Alles Weitere muss wachsen wie die Pflanzen“, sagt Daniele Arianiello. Speziell für den Sommer auf der Terrasse seien die Öffnungszeiten zum Wochenende hin erweitert worden.