Igor Ziegler-Ruiz (rechts) von der HSG Gablenberg-Gaisburg versucht, Obertürkheims Florian Silberberger am Wurf zu hindern. Einsatz war Trumpf im Derby, das fair verlief und letztlich von den Obertürkheimern gewonnen wurde. Foto: Pixelfrog Quelle: Unbekannt

Obertürkheim - Nach dreiwöchiger Spielpause ging es am vergangenen Samstag für die Bezirksliga-Handballer des TV Obertürkheim vor heimischer Kulisse im Lokalderby gegen das Team der HSG Gablenberg-Gaisburg. Dem TVO gelang durch eine Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt mit dem 26:22-Heimsieg der sechste Erfolg in Serie und ein weiterer wichtiger Schritt im Abstiegskampf.

Beide Mannschaften wollten sich mit einem Sieg Luft im Abstiegskampf verschaffen, ließen in der zerfahrenen Anfangsphase jedoch reihenweise gute Torchancen aus, was sowohl an den guten Paraden beider Torhüter als auch an übereilt abgeschlossenen Angriffen lag.

Die HSG - in der Tabelle drei Zähler hinter dem TVO liegend - fand zunächst besser in die Partie und ging beim 5:3 (10.) erstmals mit zwei Toren in Führung. Der TVO fand jedoch durch Tore von Berner und P. Goldbach die prompte Antwort zum 5:5-Ausgleich (12.). Bis zur Pause wogte das Spiel hin und her. Zunächst konnte sich der TVO durch erfolgreich abgeschlossene Gegenstöße und drei Treffern in Serie beim 10:7 (19.) erstmals mit drei Toren absetzen, musste aber bedingt durch eine Zeitstrafe und Unzulänglichkeiten im Defensivverbund umgehend den 10:10-Ausgleich (21.) hinnehmen. Bis zum zwischenzeitlichen 13:13 (27.) gelang es keinem Team, sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen, bevor der TVO im Angriff völlig die Linie verlor und die HSG sich durch Tore über die Kreisläufer und einen Tempogegenstoß wenige Sekunden vor der Pausensirene zur 16:13-Führung absetzte.

TVO-Trainer Boris Schneider forderte in der Halbzeit von seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung insbesondere in der Defensive und die Obertürkheimer waren nach Wiederbeginn gleich voll auf der Höhe. Durch Tore von P. Goldbach, Heinz und Exler glich der TVO innerhalb von drei Minuten zum 16:16 (33.) aus. Bis zum Zwischenstand von 20:20 (39.) verlief das Spiel ausgeglichen, bevor der TVO-Keeper Timo Wenger zum entscheidenden Faktor avancierte. Seine Paraden gegen freie Würfe vom Kreis und Außen sowie eine bessere Abstimmung im Obertürkheimer Mittelblock um Philipp Wenger und Benedikt Lux sorgten dafür, dass den Gästen in den letzten 22 Minuten lediglich zwei Treffer gelingen sollten. Obwohl der TVO in der Offensive weiterhin fahrlässig mit seiner Chancenauswertung umging, gelang es, beim 23:20 (53.) erneut mit drei Toren in Führung zu gehen. Trotz zweier Zeitstrafen und einer offenen Deckung der Gäste behielt der TVO in der Schlussphase den Überblick und ließ nichts mehr anbrennen. Den Schlusspunkt zum 26:22-Heimsieg setzte Philipp Wenger sechs Sekunden vor Spielende, wodurch der TVO auch den direkten Vergleich gegen die Gäste für sich entschied.

TVO-Trainer Schneider sprach nach dem Spiel von „einer zähen Partie“ und machte „die Leistungssteigerung in der Defensive und die starke Torhüterleistung in der zweiten Halbzeit“ als entscheidende Faktoren für den sechsten Erfolg in Serie seiner Mannschaft aus. HSG-Trainer Adam attestierte seiner Mannschaft „angesichts einiger Ausfälle eine engagierte Leistung in einem über 60 Minuten offenen Spiel“, musste jedoch auch zugestehen, dass die „fehlende Effektivität im Torabschluss im zweiten Spielabschnitt für den Ausgang des Spiels entscheidend war“. Der TV Obertürkheim belegt nun mit 15:17-Punkten den achten Tabellenplatz, die HSG Gablenberg-Gaisburg rangiert mit 10:22-Punkten weiterhin auf Rang zehn.

Für den TV Obertürkheim spielten: T. Wenger, Zaiss (Tor); Berner (7/5), Silberberger, P. Wenger (je 5), P. Goldbach (3), Exler, Lux (je 2), Bubeck, Heinz (je 1), Adamietz, Hofman, D. Goldbach, Mokrovic.

Für die HSG Gablenberg-Gaisburg spielten: Jozic, Schiffer (beide im Tor), Sack (5), Baumann, Hoàng Xuân (je 4), Kolb, Pflüger, Sevdas, Ziegler-Ruiz (je 2), Seitz (1), Smudzinski, Pfrommer.Matthias Knörzer

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