Zollbeamte haben die Räumlichkeiten des Inhabers eines Stuttgarter Umzugsunternehmens durchsucht – weil dieser angeblich bei den Kosten durch seine Mitarbeiter sparte.
Am Dienstag hat der Stuttgarter Zoll fünf Häuser in Stuttgart und Reutlingen durchsucht, die in Verbindung mit einem Unternehmer stehen. Der Mann, dem ein Stuttgarter Umzugs- und Entrümpelungsunternehmen gehört, steht laut Polizei im Verdacht, mehr als ein Dutzend seiner Angestellten nicht zur Sozialversicherung angemeldet und für sie keine Sozialversicherungsabgaben gezahlt zu haben.
Zu den durchsuchten Häusern gehören die Firma und Privatanschriften des mutmaßlichen Tatverdächtigen. Laut Thomas Seemann, dem Pressesprecher des Hauptzollamt Stuttgarts, diente der Einsatz auch dazu, das Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs festzustellen: „Es ging uns auch darum, die Tatzeiträume herauszufinden, um den Umfang der nicht gezahlten Abgaben einschätzen zu können.“
Angestellten waren ahnungslos
Seemann zufolge wussten die Angestellten des Unternehmens nichts von den illegalen Machenschaften, die dem Inhaber vorgeworfen werden. Bei der Durchsuchung am Dienstag stellten die rund 60 Zollbeschäftigte, die an dem Einsatz beteiligt waren, zahlreiche Beweismittel sicher. Diese werden nun ausgewertet, so die Polizei.