Honig wird immer wieder mit Fruktose-Glukose-Sirupen gestreckt – denn auch Honig besteht nur aus Fruktose, Glukose und Wasser. Bei von der EU koordinierten Kontrollen wurden zuletzt innerhalb der Mitgliedsstaaten etwa 19 Prozent der Honigproben beanstandet – innerhalb Deutschlands waren es dagegen nur fünf Prozent. Foto: ©Dionisvera – stock.adobe.com

Gepanschte Fruchtsäfte, mit Sirup gestreckter Honig oder gefärbter Thunfisch: Die Methoden der Lebensmittelbetrüger werden immer ausgefeilter – und die Gewinnspannen sind enorm. Was wird dagegen getan – und woher weiß man, ob ein Produkt echt ist?

Stuttgart - Seit die Menschheit mit Lebensmitteln handelt, hat sie dabei auch betrogen. Das räumt Helmut Tschiersky, Präsident des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ein. Doch auch wenn das Problem nicht neu ist – die Größenordnung ist es schon. Denn wo teure und seltene Zutaten relativ leicht durch billigere ersetzt werden können, lassen sich heute enorme Summen kassieren. „Experten schätzen, dass mit Lebensmittelfälschungen inzwischen weltweit mehr Gewinn gemacht wird als mit dem Drogenhandel“, sagt Tschiersky. Als Grund für die Zunahme von Betrugsfällen nennen Experten vor allem die längeren, globalen und somit unübersichtlicheren Handelsketten. Und: Seit dem Pferdefleischskandal im Jahr 2013 sei das Thema verstärkt in den Fokus der Kontrollbehörden gerückt. Wie hoch genau der Anteil an gefälschten Lebensmitteln im Handel ist, weiß allerdings niemand so genau. Die Dunkelziffer sei sehr hoch, sagt Tschiersky.

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