Die Anrufer gaukeln den Senioren vor, dass es Probleme mit ihrem Konto oder verdächtige Abbuchungen gibt (Symbolbild). Foto: noPPonPat/ Shutterstock

Falsche Bankmitarbeiter treiben derzeit wieder im Kreis Ludwigsburg ihr Unwesen. Sie haben es vor allem auf Senioren abgesehen.

Betrüger haben derzeit offenbar Hochkonjunktur im Kreis Ludwigsburg. Wie die Polizei mitteilt, haben Unbekannte in den vergangenen Tagen in mehreren Fällen insgesamt eine fünfstellige Summe erbeutet.

„Bankmitarbeiter“ holen EC-Karten ab

Zweimal gaben sich die Betrüger dabei als vermeintliche Bankmitarbeiter aus. Bereits am vergangenen Mittwoch wurde ein 88-Jähriger aus Ludwigsburg telefonisch kontaktiert. Ein Unbekannter erklärte dem Senior, dass seine Bankkarte defekt sei und deshalb von einem Mitarbeiter der Bank abgeholt werden müsse. Tatsächlich übergab der 88-Jährige kurz darauf seine Karte einem Mann, woraufhin 1000 Euro abgehoben wurden.

Eine 87-Jährige aus Gerlingen wurde dann am Montag von einer Frau angerufen, die sich als Bankmitarbeiterin „Sabine Müller“ vorstellte und besonders perfide vorging: Sie behauptete gegenüber der Seniorin, dass Betrüger versucht hätten, eine Überweisung von mehreren tausend Euro von ihrem Konto zu veranlassen. Sie selbst habe den Betrug zwar verhindern können, zur Sicherheit müssten nun aber die EC-Karten abgeholt sowie die zugehörige PIN gesperrt werden. In gutem Glauben nannte die Rentnerin die Geheimzahlen und übergab zwei Karten an einen „Herrn Nowak“. Kurz darauf wurden 3000 Euro abgehoben.

Hoher Gewinn auf Finanzplattform

Einem ganz anderen Betrug fiel hingegen eine 63-Jährige aus Möglingen zum Opfer. Sie hatte von einem Bekannten einen Tipp zu einer Finanzplattform erhalten, welche ihr für eine Anlage von 5000 Euro einen Gewinn von über 180.000 US-Dollar in Aussicht stellte. Die Geschädigte investierte das Geld und überwies auch noch weitere Beträge, da sie angeblich zunächst Steuern begleichen müsse, um den Gewinn zu erhalten. Als sie immer weitere Zahlungen leisten sollte, wurde die 63-Jährige misstrauisch und meldete sich bei der Polizei – da hatte sie aber bereits eine fünfstellige Summe an die Betrüger überwiesen.

Hier finden Sie weitere Informationen über unterschiedliche Betrugsmaschen und wie man sich davor schützen kann.