Die Betrüger setzten die Seniorin mit einem sogenannten Schockanruf unter Druck. (Symbolfoto) Foto: dpa

Die Polizei konnte am Donnerstag zwei Männer auf der B27 bei Filderstadt festnehmen, die zuvor an einem Betrugsversuch in Reutlingen beteiligt gewesen sein sollen.

Nach einem versuchten Betrug hat die Polizei in Filderstadt einen mutmaßlichen Abholer auf der B27 entdeckt. Die beiden Männer sind nun in Untersuchungshaft, teilen Staatsanwaltschaft und Polizei gemeinsam mit.

Die Männer im Alter von 49 und 37 Jahren sollen gemeinsam versucht haben, eine Seniorin in Reutlingen mit der Kautionsmasche zu betrügen. Gegen 18 Uhr hatten Unbekannte die Frau angerufen und sich als Polizistin und Staatsanwalt ausgegeben. Sie behaupteten, ihre Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht. Nur durch Zahlung einer fünfstelligen Kaution könne eine Untersuchungshaft abgewendet werden. Nachdem die Frau unter Druck zunächst Angaben über ihre Vermögenswerte gemacht hatte, schöpfte sie Verdacht und wählte den Notruf. Kurz darauf erschien ein angeblicher Abholer an ihrer Haustür, flüchtete dann jedoch ohne Beute.

Eine Streife des Polizeireviers Filderstadt entdeckte kurz darauf im Rahmen der eingeleiteten Fahndung einen verdächtigen VW Touran mit polnischem Kennzeichen auf der B27 in Richtung Stuttgart. Das Auto passte zur Beschreibung von Zeugen. Die beiden tatverdächtigen Insassen, zwei Männer im Alter von 49 und 37 Jahren, wurden bei der anschließenden Kontrolle vorläufig festgenommen. Der VW Touran wurde beschlagnahmt.

Am Freitag wurden die beiden Männer dem Haftrichter in Tübingen vorgeführt, der Haftbefehle erließ und in Vollzug setzte. Der 49-Jährige stammt aus Moldawien, der 37-Jährige aus der Ukraine. Die Kriminalpolizeidirektion Esslingen ermittelt weiter zu möglichen Mittätern und Hintermännern.